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Daniel Romano: Modern Pressure (Review)
Artist: | Daniel Romano |
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Album: | Modern Pressure |
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Medium: | CD/Download | |
Stil: | Singer/Songwriter |
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Label: | New West Records / Rough Trade | |
Spieldauer: | 46:34 | |
Erschienen: | 19.05.2017 | |
Website: | [Link] |
Dafür, dass Singer/Songwriter DANIEL ROMANO sein siebtes Album in einer abgeschiedenen Hütte in der Pampa irgendwo in Schweden aufgenommen hat, klingt es gar nicht so ländlich, geschweige den folkloristisch. Auf "Modern Pressure" (dieser wollte er wohl entfliehen) hört man vollkommene Bandarrangements, sattes Georgel und zumindest angezerrte Gitarren, auch wenn der Gesamtcharakter zutiefst entspannt bleibt.
Das Titelstück bietet cheesy Streicher- und Bläserschmelz, womit man es quasi als Aushängeschild für die Scheibe anführen kann. Daniel hat es hier genauso wenig eilig wie zu irgendeinem anderen Moment auf "Modern Pressure". Die sehr übersichtliche Produktion bedingt, dass seine Lyrics im Vordergrund stehen, und dies dürfte genau so beabsichtigt gewesen sein.
Wenn 'Roya' dann in Richtung BEATLES tendiert und sowohl 'When I Learned Your Name' als auch 'Sucking The Old World Dry' erzählerischen Country bieten, hat das also Methode. Trotz kratziger Untertöne schwingt hier klassisches US-Liedermachertum mit, wie es in den 1960ern begründet wurde, wohingegen "Modern Pressure" rein klanglich anmutet, als hätte sich Phil Spector Indie- oder Grunge-Platten aus den 90ern angehört. Das ist dann schon fast wieder originell, aber davon abgesehen muss man Romano für seine Zwanglosigkeit einfach liebhaben.
FAZIT: Stilistisch typisch, aber klanglich eher ungewöhnlich, dieses Album "Modern Pressure" kommt ein wenig daher wie ein Bastard aus den immerzu freundlichen MANDO DIAO und lakonischen Märchenonkeln wie Townes Van Zandt oder (noch mehr) Warren Zevon.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Ugly Human Heart Pt. 1
- Modern Pressure
- Roya
- The Pride Of Queens
- When I Learned Your Name
- Sucking The Old World Dry
- Ugly Human Heart Pt. 2
- Impossible Green
- Jennifer Castle
- Dancing With The Lady In The Moon
- I Tried To Hold The World (In My Mouth)
- What's To Become Of The Meaning Of Love
- If I've Only One Time Askin' (2015) - 10/15 Punkten
- Modern Pressure (2017) - 10/15 Punkten
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