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Klone: Le Grand Voyage (Review)

Artist:

Klone

Klone: Le Grand Voyage
Album:

Le Grand Voyage

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Progressive Rock

Label: KScope / Edel
Spieldauer: 46:55
Erschienen: 20.09.2019
Website: [Link]

Weg vom eigenen Label Klonosphere bzw. Pelagic hin zur britischen Prog-Edelfirma: Mit ihrem Kscope-Einstand: Auf ihr neues Album haben KLONE vier Jahre lang warten lassen, und währenddessen veränderte sich natürlich manches im Lager der Band, wenn auch nicht ihre Besetzung, von deren Konstanz ihr neues Material letztlich auch profitiert. Auch wenn "Le Grand Voyage" eine zeitgemäße Variante von Pink Floyds bahnbrechendem Album "Dark Side Of The Moon" sein soll (was ganz schön hoch gegriffen ist), handelt es sich um einen logischen Nachfolger zu "Here Comes The Sun".

Die Scheibe beginnt als Fortführung des jenes Album abschließenden Stücks 'The Last Experience' und kommt ihrem Titel gemäß im weiteren Verlauf einer musikalische Entdeckungsreise gleich, auf der sich die Musiker - allen voran Sänger Yann Ligner - existenzielle Fragen stellen. Wohingegen sich die Singles 'Breach', Keystone', 'Hidden Passenger' und 'Yonder' (hier wird die "sweet immersion" aus dem vorigen Opener zur "sweet inception") noch am ehesten mit dem Material des Vorgängers vergleichen lassen, beschreiten die Franzosen mit den restlichen Tracks gewissermaßen Neuland, ohne einen Keil zwischen sich und ihre in jüngerer Zeit zu Recht deutlich gewachsene Fangemeinde zu treiben.

KLONE schlagen einerseits Kapital aus ihrer stetig gesammelten Live-Erfahrung (höre dazu auch den kürzlich veröffentlichten "Unplugged"-Einschub), indem sie so kompakt und dynamisch aufspielen, dass auch längere Tracks, die sich diesmal in der Unterzahl befinden, sehr leicht zu fassen sind - nicht zuletzt wegen ihrer Refrain-Zentriertheit. Ein Klavier und vermehrt auch unverzerrte Parts sorgen unterdessen für ein luftigeres Klangbild, das die Band endgültig aus dem reinen Metal-Kosmos hievt.

Andererseits wagt die Gruppe vielleicht zu wenig … ein Eindruck, der daher rühren mag, dass die Erwartungshaltung nach ihrer längeren Studio-Pause höher war. Unabhängig davon dürfte KLONE der Durchbruch im Prog-Milieu mit "Le Grand Voyage" allerdings sicher sein. Das garantieren allein schon das sphärische 'Indelible', das fast so durchschlagend wie ehedem riffende 'Hidden Passenger' und der Titelsong als schleppender Post Doom. Es ist der einzige drastische Rückgriff des Sextetts in seine Frühphase und macht das Album zu seinem bisher rundesten, wenn auch bei weitem nicht besten Werk.

FAZIT: Dem Erfolg von KLONE sollte mit Kscope im Rücken und "Le Grand Voyage" in der Hand nichts mehr im Weg stehen. Die Band klingt mittlerweile unverkennbar und schlägt mit ihrem bleiernen, sehnsüchtigen Sound Töne an, die dieser Tage eine Menge erbauungsbedürftige Menschen hören möchten. Das Ganze klang allerdings schon mal mitreißender.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 910x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • Yonder
  • Breach
  • Sealed
  • Indelible
  • Keystone
  • Hidden Passenger
  • The Great Oblivion
  • Sad and Slow
  • Silver Gate

Besetzung:

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Interviews:
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