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Pattern-Seeking Animals: Prehensile Tales (Review)

Artist:

Pattern-Seeking Animals

Pattern-Seeking Animals: Prehensile Tales
Album:

Prehensile Tales

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Progressive Rock

Label: Inside Out / Sony
Spieldauer: 55:29
Erschienen: 15.05.2020
Website: [Link]

Bei PATTERN-SEEKING ANIMALS geht es verblüffenderweise Schlag auf Schlag, denn trotz des jederzeit kunstvoll in Szene gesetzten Liedguts, das die Gruppe fabriziert, erscheint ihr zweites Album kaum ein Jahr nach dem ersten … und setzt einen drauf. „Prehensile Tales“ erweist sich als Vorzeigewerk für jede aufstrebende Progressive-Combo, wenn es darum geht, Song-Dienlichkeit mit höheren Ansprüchen ans eigene Komponieren und Instrumentalspiel zu vermählen.

Das tut das Quartett um Spock‘s Beard-Tieftöner Dave Meros, der wieder einmal herrlich wie Yes‘ Chris Squire brummelt, und Enchant-Sänger Ted Leonard wohlgemerkt nicht mit kurzen Tracks, sondern ausufernden Bandwürmern, deren Strukturen stets um poppige Leitmotive kreisen. Das können Vocal-Melodien sein wie während des folkig-elektronischen (das geht, Leute!) ‚Why Don‘t We Run‘, das es in puncto Melodramatik anscheinend mit Queens orchestralem Bombast aufnehmen möchte, aber auch schlichte Leitthemen, die oft vom Bass ausgehen ‚Raining Hard In Heaven‘, Teile des auf die 20 Minuten zugehenden ‚Lifeboat‘).

Dadurch, dass Keyboarder John Boegehold oft nur akkordische Segel aufspannt, steht der Frontmann übrigens auch an der Gitarre umso weiter im Vordergrund. Das macht die Scheibe zu einem sehr liedhaften Werk, bloß dass man dies jeweils auf Longtracks beziehen muss, die gern mal zwei, drei „konventionelle“ Stücke in sich bergen können.

Wunderbar geht das Projekt übrigens auch mit seinem erweiterten Instrumentenpark um, denn Geige und Cello, Flöte und Saxofon sowie Trompete sind keinesfalls nur Gimmicks, sondern geben in einigen Passagen den Ton an.

FAZIT: Gegenüber ihrem selbst betitelten Debüt haben PATTERN-SEEKING ANIMALS auf "Prehensile Tales" einen Fortschritt hin zu einer Art von Artrock-Songs gemacht, in denen Pop-Appeal und musikalischer Anspruch perfekt ausbalanciert sind. Weniger Synthesizer ist oft mehr - diese Devise sollten sich einige andere Genre-Vertreter mal durch den Kopf gehenlassen …

Andreas Schiffmann (Info) (Review 715x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Raining Hard In Heaven
  • Here In My Autumn
  • Elegant Vampires
  • Why Don't We Run
  • Lifeboat 17:20
  • Soon But Not Today

Besetzung:

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