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The Muggs: Slave To Sound: Vol. 5 (Review)

Artist:

The Muggs

The Muggs: Slave To Sound: Vol. 5
Album:

Slave To Sound: Vol. 5

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Rock der britpoppunkigen Art

Label: Muggs Music/Just For Kicks Music
Spieldauer: 49:56
Erschienen: 28.02.2020
Website: [Link]

„Slave To Sound“ heißt das Album, und im Untertitel steht „Vol. 5“ – alles klar also: THE MUGGS haben ihr fünftes Studioalbum veröffentlicht, fünf Jahre nach „Straight Up Boogaloo“. Ungeteilte Freude am neuen Werk werden wohl indes bloß hartgesottene Fans des Trios aus Detroit haben. Nach den beiden starken ersten Alben („The Muggs“, 2005 und „On With The Show“, 2008) ging’s bergab, und die Talsohle scheint noch nicht erreicht.

Vom erfreulich strammen (wenn auch nicht sonderlich innovativen) Blues Rock ihrer ersten Scheiben sind die MUGGS inzwischen weit entfernt. Nun tönt das Ganze mit wenigen Ausnahmen flacher, breiiger und ja, leider auch trivialer. Unvermittelt fühlt man sich zurückversetzt in die Zeit Mitte der 1990er-Jahre, in das Stil-Gemenge von Mod und Britpop; man vergleiche beispielsweise den Song „Gator“ mit „False Identification“ der Engländer THES ANIMAL MEN von 1995 – der Name des zweitgenannten Stücks ist Programm.

Auch konzeptionell will die Sache nicht so ganz funktionieren. Wohl ist die CD 11-teilig und läuft rund fünfzig Minuten. Davon entfallen jedoch über zwölf Minuten auf „The Boogens“ (inklusive Alternate Mix dazu…), eine reichlich deplatzierte Vermengung von Hörspiel und plattem Soundtrack, zu der die Band offenbar von einem drittklassigen amerikanischen Monster-Film aus den frühen 1980er-Jahren animiert wurde.

Bleiben effektiv neun Songs, zwei davon sind Cover-Versionen. Einer davon gehört zu den Pluspunkten des Albums: „Son And Daughter“ von Brian May, den QUEEN seit ihren allerersten Konzerten im Repertoire hatten. THE MUGGS spielen eine wuchtige, gradlinige und riffbasierte Version – with a little help from Peter Geloso (TROUT).

Ein starkes Stück unter den eigenen Songs ist „After The Ending“ – bluesig, sehr stimmig und mit leicht psychedelischem Einschlag. Die restlichen Songs mögen unter Live-Bedingungen funktionieren – wenn die optischen Einflüsse wegbleiben, hält sich deren Wirkung jedoch in Grenzen. Daran vermag auch die gitarrenspielende junge Schönheit von Pierre Auguste Renoir auf der Cover-Rückseite nicht viel zu ändern.

FAZIT: THE MUGGS sind nach eigener Einschätzung „Detroit's best known blues rock trio“. Wenn dem so ist, wäre es höchste Zeit dafür, dass sich ein innovatives Label des vertragslosen Trios annimmt; wenig ausgewogenes Stückwerk mit obskuren Einschüben wie „Slave To Sound: Vol. 5“ könnte so vermieden werden.

Dieter Sigrist (Info) (Review 645x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 8 von 15 Punkten [?]
8 Punkte
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Tracklist:
  • Slave To Sound
  • Gator
  • Occupied Blues
  • Patent Pending
  • After The Ending
  • Eye To Eye
  • Magnet And Steel
  • Son And Daughter
  • The Boogens
  • Breaking My Own
  • The Boogens (Alternate Mix)

Besetzung:

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