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Jonas Sorgenfrei: Cracks In The Silence (Review)
| Artist: | Jonas Sorgenfrei |
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| Album: | Cracks In The Silence |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Jazz, Electronica, Rock, Fusion |
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| Label: | Unit Records/Membran | |
| Spieldauer: | 38:48 | |
| Erschienen: | 09.01.2026 | |
| Website: | [Link] |
Einen besseren Namen als Sorgenfrei kann man in diesen sorgenvollen Zeiten nicht haben. Wenn man dann auch noch solch spannende, progressive bis frei improvisierte Jazz-Musik wie JONAS SORGENFREI und seine zahlreichen Musiker-Kollegen kreiert, dann gibt’s (wenigstens im klangvollen Spektrum der Gegenwart) ja noch jede Menge Hoffnung. Zumindest wenn man sich seine Kopfhörer überstreift und „Cracks In The Silence“ hört, während man die reale, viel zu laute Welt da draußen erstmal außen vor lässt.
Auf dem bereits fünften Album des gerade mal 33 Jahre alten Jazz-Schlagzeugers widmet dieser sich ganz unterschiedlichen Jazz-Stilistiken. Vom klassischen oder harmonisch-melodiösen („Dad's Car“) hin zum rockigen oder frei improvisierten ist alles zu entdecken, wobei neben seinem komplexen Bearbeiten der Felle speziell Saxophonist Florian Trübsbach häufig den Ton angibt.
Sorgenfrei kombiniert auf „Cracks In The Silence“ völlig neue Kompositionen mit älteren Stücken, denen er mit seinen Begleitern ein neues Gewand überwirft, wobei auch Synthesizer („A New Dawn“) und verschiedene Electronics („Mirror Maze“) auftauchen. Hier lächeln einen dann durchaus solche Größen wie WEATHER REPORT („In Flight“) an. An diesen neuen (elektrifizierten) Variablen sollte Sorgenfrei unbedingt festhalten. Obwohl es etwas seltsam ist, dass man bei einem Album, das den Namen eines Schlagzeugers trägt, nicht auch mal mit einem längeren solistischen Solo-Zwischenspiel hinter der Schießbude beglückt wird. Dafür aber lenkt er häufig mit seiner variablen Phrasierung der Rhythmen die Stücke immer wieder in unterschiedliche Richtungen, die sich bis hin zu gänzlich freien Improvisationen ein wenig verlieren können („Jungle After Dusk“).
Außerdem geht der deutsche Schlagzeuger auf „Where Are The Angels In The Sky?“ der weltbewegenden, übersinnlichen Frage, wo sich wohl die Engel am Himmel hin verdrückt haben, nach. Eine spannende Suche mit spannender Musik, welche der allgegenwärtigen Stille tatsächlich so einige lautstarke Risse und Schläge verpasst.
JONAS SORGENFREI, der musikalische Mauerspecht, der auf die Mauer eintrommelt und dabei am Ende – in totaler Nostalgieverliebtheit – den alten, verfressenen Pac-Man aus dem weltberühmten Computerspiel der 80er-Jahre, der im Grunde nie wirklich totzukriegen war, wiederauferstehen lässt.
FAZIT: Wenn der Name eines Musikers schon Freude und Hoffnung verbreitet, dann wird’s seine Musik sicherlich auch. Eine zutreffende Feststellung bei Schlagzeuger JONAS SORGENFREI, der auf „Cracks In The Silence“ mit seiner Band – in der auffällig Saxophonist Florian Trübsbach hervorsticht – jazzige oder jazz-rockige Risse in die Mauer aus Stille schlägt und so mit seinem bereits 5. Album klangvolle Einkerbungen hinterlässt, die sich vielschichtig durch frei verspielte bis hin zu klar strukturierten Kompositionen auszeichnen, denen Sorgenfrei ein komplexes wie kreatives Rhythmusgerüst an die Seite stellt und für die unterschiedlichsten Impulse zwischen Akustik und Elektronik sorgt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Cool As A Cucumber
- Dad's Car
- In Flight
- Reminiscing
- Rainy Days
- A New Dawn
- Mirror Maze
- Where Are The Angels In The Sky?
- Jungle After Dusk
- Pacman's Revival
- Bass - Matthias Akeo Nowak
- Gitarre - Philipp Brämswig
- Keys - Wanja Slavin, Rainer Böhm
- Schlagzeug - Jonas Sorgenfrei
- Sonstige - Florian Trübsbach (Saxophone), Jonas Sorgenfrei (Live Electronics)
- Live (2023)
- Cracks In The Silence (2026) - 12/15 Punkten
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