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The Emerald Dawn: The Land, the Sea, the Air – Volume II (Review)
| Artist: | The Emerald Dawn |
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| Album: | The Land, the Sea, the Air – Volume II |
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| Medium: | CD/Download | |
| Stil: | Progressive-, Folk-, Art-Rock, Electronics |
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| Label: | World's End Records/Just For Kicks | |
| Spieldauer: | 45:26 | |
| Erschienen: | 17.07.2026 | |
| Website: | [Link] |
Die britischen THE EMERALD DAWN bleiben sich sowie ihren musikalischen Ideen treu und entwerfen mit „The Land, the Sea, the Air – Volume II“ ein schaurig-schönes Prog-Album zwischen elektronischem und verspieltem, von Saxophon und Flöte mitunter geleiteten, Art- und Symphonik-Rock. Die gelungene Fortsetzung des ersten, schlicht begeisternden Teils über Land, Meer und Luft...
Nach dem ersten naturverliebten Teil fieberten wir in unserem Fazit bereits dem zweiten Teil entgegen, auf den man zum Glück nur ein gutes halbes Jahr zu warten brauchte, obwohl man sich hierbei fragt, warum diese beiden gelungenen Alben nicht zu einer Doppel-CD bzw. Doppel-LP vereint wurden, gerade wenn sie sich vom Konzept und der musikalischen Gestaltung her so ähnlich sind.
THE EMERALD DAWN vereinen auf beiden Teilen ihren Stil aus Folk, Elektronik, Symphonik, Artrock sowie ein paar Ausflüge in den Jazz und die Weltmusik miteinander. Größtenteils auf instrumentale Passagen und wenig Gesang – obwohl auch der sehr überzeugend und der Stimmung bestens angepasst klingt – setzend, wobei das gesamte Konzept auf eher bedrückende oder bedrohliche und vor allem ruhigere Stimmungen setzt. Es geht um die Missachtung der Natur durch den Menschen. Logischerweise schon durch den Albumtitel, genauso wie die Covergestaltung (diesmal in der Art eines weinenden Natur-Gesichts), ausgedrückt. Auch die beiden im sechsseitigen Faltbooklet nachzulesenden Texte „Rivers of Tears“ und „Paradise“ machen daraus keinen Hehl, egal ob im Tränenfluss des 15-Minüter häufig die Zeile „Through the rivers flow the lifeblood of the land“ oder im paradiesischen 9-Minüter als finaler Abschluss ein harmonischer Umgang mit „The Land, the Sea, the Air“ eingefordert wird.
Auch das das Plattenlabel hinter THE EMERALD DAWN, welches 'World's End Records' heißt, offenbart die klare Absicht der britischen, smaragdgrünen Morgendämmerungs-Band – die (ohne es abwerten zu wollen) sich auf ihrem Zweiteiler als mit progressiven Mitteln musizierende Klimaaktivisten offenbaren, die ihr verlorenes „Paradise“ klar benennen: „Losing paradise, in the here and now, / With our obsession for the new.“ Das hat ja schon eine echte Adam-Eva-Obsession, bei der überall die Schlange lauert.
Dementsprechend bedrückend klingt „The Land, the Sea, the Air – Volume II“, das schon im über 21 Minuten andauernden, sehr abwechslungsreichen Album-Opener unabhängig von der Thematik eine auch klangtechnisch perfekte Ausstrahlung entfaltet, die eine ganz spezielle Wirkung in dem Teil („Loss“) erzielt, welcher frühe TANGERINE DREAM der „Alpha Centauri“- und „Cyclone“-Jahre aufgreift, um im darauf folgenden letzten Teil („Regret“) mit Schlagzeug und atmosphärischer E-Gitarre rockender in Richtung oldfieldscher Gefilde abzudriften.
Dem schließt sich mit klassischem Piano-Spiel „Rivers of Tears“ an, um wiederum der E-Gitarre viel Räume zu öffnen, bis Tree Stewart mit hoher Stimme seinen Gesang anstimmt. Auch Saxophon und Flöte fehlen nicht. THE EMERALD DAWN haben tatsächlich nicht nur ein feines Gespür für die Natur, sondern auch wie man den erheblichen Gegensätzen darin zum perfekten Klang verhilft.
FAZIT: Die gelungene Fortsetzung, welche nach dem großartigen (doch etwas besseren) ersten Teil im Grunde nicht selbstverständlich sein konnte. THE EMERALD DAWN, die symphonischen, progressiven und elektronischen Naturliebhaber, legen auf „The Land, the Sea, the Air – Volume II“ noch einmal ordentlich nach und musizieren für den bewussten Umgang mit und die Rettung der Natur. Und ja, sie haben's echt drauf: Nature-Prog on his best, im Folk-, Artrock-, Electronic- und Sympho-Gewand – irgendwo zwischen Oldfield und Tangerine Dream – samt Saxophonen und Flöten daherkommend! Da trennt man nur zu gerne seinen gelb-grün-blauen Abfall und fühlt sich beim Hören der smaragdgrünen Morgendämmerung gleich ein wenig besser.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Song of the Rainforest
- * Balance
- ** Incursions
- *** Loss
- **** Regret
- Rivers of Tears
- * The natural cycle
- ** Disruption
- Paradise
- * Losing paradise
- ** Harmony regained
- Bass - Dave Greenway
- Gesang - Tree Stewart
- Gitarre - Ally Carter
- Keys - Tree Stewart, Ally Carter
- Schlagzeug - Tom Jackson
- Sonstige - Ally Carter (Saxophone), Tree Stewart (Flöte)
- Nocturne (2019) - 11/15 Punkten
- In Time (2023) - 13/15 Punkten
- The Land, The Sea, The Air – Volume I (2025) - 14/15 Punkten
- The Land, the Sea, the Air – Volume II (2026) - 12/15 Punkten
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