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Valosta Varjoon: Blut, Stahl und Leid (Review)
| Artist: | Valosta Varjoon |
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| Album: | Blut, Stahl und Leid |
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| Medium: | CD/Download | |
| Stil: | Black Metal |
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| Label: | Folter Records | |
| Spieldauer: | 40:44 | |
| Erschienen: | 24.06.2026 | |
| Website: | [Link] |
Mit vier Alben, zwei Splits und einem Demo innerhalb von neun Jahren sind die bayrischen Black-Metal-Misanthropen VALOSTA VARJOON durchaus fleißige Bienchen. Mit „Blut, Stahl und Leid“ steht seit Juni das neuste Langeisen des Duos in den Läden und die beiden Oberpfälzer zeigen sich darauf erfreulich ungeschliffen und roh. Knarzige Rock'n'Roll-Gitarren treffen auf Geschichten von Burgruinen und Ritter, die sich ihren Verdruss ob des ewigen Kampfes mit dunklem Bier und „Im kalten Moor“ schön saufen wollen.
Dabei erzählt das Album u.a. von ausgezehrten Kämpfern, die vor ihrem eigenen Schicksal fliehen (der Titeltrack), oder es ist von bierdurstigen Ungetümen wie dem „Vambier“ die Rede, die des nächstens auf der Jagd nach Gerstensaft sind.
In Stücken wie „Reise ins Gestern“ oder besagtem „Im kalten Moor“ verändert sich die Riffstruktur stets nur in Nuancen, was den Stücken einen schmissigen, leicht Punk-affinen Charakter verleiht, der gut zur verdrießlichen Attitüde zwischen Suff und Selbstmitleid passt.
Im Grunde lässt sich aber kaum ein Song wirklich treffend herausgreifen, da alle Stücke thematisch und auch musikalisch miteinander verbunden sind und einen gemeinsamen Geist zwischen Verdruss, Verfall und stolzer Ritterlichkeit teilen.
Was sich wie ein Widerspruch liest, funktioniert auf diesem Album erstaunlich gut, vorausgesetzt der Hörer kann mit dem rohen Charakter der Musik und dem tendenziell leidenden Krächzgesang etwas anfangen.
FAZIT: VALOSTA VARJOON besingen heroische Geschichten von „Blut, Stahl und Leid“ und kleiden diese in ein raues Black-Metal-Gewand, das einen, im besten Sinne, eigenwilligen Charme versprüht. Hier klingt nichts glatt, aber der Anflug einer versifften Attitüde endet auch nicht in der musikalischen, geschweige denn thematischen Gosse. Manche Feinheit in der Musik offenbart sich erst nach einigen Durchläufen, andere Elemente bleiben, dank schmissigem Charakter, schnell im Kopf. Womit das Album Potenzial für mehrere Lauschrunden birgt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Die Könige der Nacht
- Vambier
- Reise ins Gestern
- Blut, Stahl und Leid
- Im kalten Moor
- Die Insel im Traum
- Am Rande der Welt
- Blut, Stahl und Leid (2026) - 12/15 Punkten
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