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Die Skeptiker: Dada in Berlin (Review)
Artist: | Die Skeptiker |
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Album: | Dada in Berlin |
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Medium: | CD | |
Stil: | Deutschpunk |
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Label: | Rozbomb/Cargo | |
Spieldauer: | 42:37 | |
Erschienen: | 2007 | |
Website: | [Link] |
Fast ungläubig hört man „Dada in Berlin“ angesichts der reaktionären Rebellion, die auf diesem nicht wirklich neuen Album der Punk-Urgesteine zu hören ist... Als wäre die Zeit etwa um 1990 stehen geblieben...
Zwei neue Tracks befinden sich unter den Neueinspielungen alter Bandklassiker. Harris Johns´ Produktion ist wie immer sehr gut und gibt dem Sound einen leichten Metallanstrich. Täuschen lassen sollte man sich davon nicht: der gleichwohl harmonische wie differenziert komponierte Mix ist Punkrock durch und durch. Die Texte können poetisch sein, wollen aber nicht immer, zumal Eugen Balanskat eine streitbare Stimme hat, in die er aber hörbar Leidenschaft legt – glauben die Musiker heute noch, was sie da teilweise verzapfen? – alte Botschaften vom Steinwerfen einerseits, bloß Beschreibendes im Titeltrack anstelle klarer Aussagen andererseits. Was will man mit der Sympathiebekundung gegenüber dem Dadaismus sagen? Ist Pro-Gay-Propaganda in der Form von „Allright My Boys“ noch notwendig? – Fest steht nur, dass die Kapitalgier wohl nicht totzukriegen ist, die DIE SKEPTIKER in „Verraten und Verkauft“ besingen.
Auf musikalischer Ebene: Chorgeknödel begeistert nicht unbedingt in den an sich coolen Singalongs. Kurz und flott machen die Musiker Spaß („Strahlende Zukunft“, „Titania“), wenn man über die Lyrics hinweghört, und zerrfreie Feger wie der Titeltrack sind an für sich genießbarer als monotoner Minimalismus mit Textfokus wie beim „Rufer in der Wüste“.
FAZIT: Der Zahn der Zeit zeigt auch seine Bissspuren bei diesen neuen Versionen alter Deutschpunk-Klassiker. Die Zielgruppe mag es, und der Rest wird sich niemals bekehren lassen, auch wenn die melodische Ausformung des angeblich so primitiven Genres eigentlich mehr Leute ansprechen sollte – es hängt an den Messages...
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Deutschland Halt´s Maul
- Pierre und Luce
- Kein Weg
- Da Wo Man Singt
- Dada in Berlin
- Straßenkampf
- Der Rufer In Der Wüste Schweigt
- JaJaJa
- Sauerei
- Gnadenlos
- Komm Tanzen
- Strahlende Zukunft
- Titania
- Allright My Boys
- Verraten Und Verkauft
- Bass - Mathias Kahle
- Gitarre - Tom Schwoll, Lars Rudell
- Schlagzeug - Andi Laaf
- Dada in Berlin (2007)
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