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Foxy Shazam: Introducing (Review)
Artist: | Foxy Shazam |
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Album: | Introducing |
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Medium: | CD | |
Stil: | Postcore / Rock / Alternative / Soul |
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Label: | Ferret Music | |
Spieldauer: | 33:12 | |
Erschienen: | 2008 | |
Website: | [Link] |
Musikalische Überraschungen sind wirklich rar gesät, aber FOXY SHAZAM aus Cincinnati sind ein wahrhaftiger Glücksbote echter Spaßmusik mit Wumms. Wieviel Drogen muss man nehmen, um diese einerseits durchgeknallte, aber andererseits gut nachvollziehbare Klappsmühlenmucke aufzunehmen? FOXY SHAZAM verstricken glockenklar wohlklingendes Piano mit der Wucht des Metal, mit der gewollten Disharmonie des Noise Rocks, mit dem schmeichelnden Ohrensirup des Soul zu einer Rock´n´Roll getränkten Postcore-Vision, die keinen Wert auf hervorgekrempelten intellektuellen Habitus legt, sondern Spaß und Lebensfreude in den Vordergrund stellt.
Wie bei jeder konventionensprengenden Musik werden sich an FOXY SHAZAM die Geister scheiden. Vor allem bei Eric Sean Nallys Gesang tun sich Abgründe auf: Der Kerl schreit, schmeichelt, wimmert, brüllt und singt sich durch die zehn Songs wie ein zugekokster Freddie Mercury im Stimmbruch auf Steroiden mit mehr Dreck in der Stimme – exaltiert, atemlos, hysterisch. Das ist über Albumdistanz anstrengend, aber auch ungemein spaßig, weil der Herr trotz allen Chaos stets die volle Kontrolle über sein Stimmorgan zu haben scheint, weil er immer wieder wunderschöne Melodien aus seiner spastisch zuckenden Kehle spuckt, die dringend benötigte Haltepunkte in diesem musikalischen Orkan bilden.
Die Instrumente legen ein Fundament aus harten Riffs, beschwingten 50er Jahre Vibes, queenschem Piano-Pomprock („The Rocketeer“), entspannten Keith Caputo-Klaviernummern (Anfang von „A Black Man´s Breakfast“), verspielter, leicht progressiver Rhythmik („Ghost Animals“), lärmendem Noise und Hardcore-Ohrfeigen. In das abschließende „Cool“ schleichen sich gar dezente Euro Pop-Anleihen ein. Live wird diese Band ein Feuerwerk abfackeln!
FAZIT: FOXY SHAZAM zeigen mit ihrem zweiten Werk, wie überflüssig und einengend übertriebene Stilschubladenhörigkeit sein kann und dass grenzenüberwindende Musik rein gar nichts mit verkopftem Elitarismus gemein haben muss. Anhänger der BLOOD BROTHERS schlagen hier genauso zu wie QUEEN-Fans und alle weltoffenen Hardcore-Schergen. Spannend!
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Introducing Foxy
- The Rocketeer
- A Dangerous Man
- The Science Of Love
- A Black Man´s Breakfast
- It´s Hair Smelled Like Bonfire
- Red Cape Diver
- Yes! Yes! Yes!
- Ghost Animals
- Cool
- Bass - Daisy
- Gesang - Eric Sean Nally
- Gitarre - Loren Daniel Turner
- Keys - Schuyler Vaughn White
- Schlagzeug - Joseph Allen Halberstadt
- Introducing (2008) - 12/15 Punkten
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