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Port Mahadia: Echoes In Time (Review)
Artist: | Port Mahadia |
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Album: | Echoes In Time |
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Medium: | CD | |
Stil: | Progressive Rock |
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Label: | Giordano Records / Just For Kicks | |
Spieldauer: | 45:38 | |
Erschienen: | 16.05.2008 | |
Website: | [Link] |
Projektgeschichten sind für Prog-Musiker so essentiell wie Luft zum Atmen. Auch die beiden Amis Cameron Castle (Gitarre) und Erinn Waggoner (Bass) schließen sich zusammen, scharen Gastmusiker um sich und fabrizieren ein maritimes Konzeptalbum, dessen Inhalte reichlich Interpretationsspielraum lassen. Wie so oft ist die Riege der Gastmusiker prominent: Damian Wilson (THRESHOLD) leiht den Amis sein Stimmbänder, David Ragsdale (KANSAS) seine Violine, Hugh McDowell (ELECTRIC LIGHT ORECHSTRA) sein Cello.
„Echoes In Time“ ist ein prototypisches Prog-Werk auf der Schwelle zum melodischen Rock, mal hartmetallisch in seinen Riffs, mal Schönklang geschwängert in teilweise weiblichen Gesangslinien. Zwischen eingängigen Strophen wird auf hohem technischen Niveau gefrickelt, was das Zeug hält - der Song wird dabei nicht immer im Auge behalten, wie man so schön sagt. Gesprochene Textpassagen erzählen hin und wieder die Geschichte weiter, zünftiges Meeresrauschen und Donnergrollen sollen Atmosphäre schaffen. Aber mal ehrlich: Ein Großteil der Prog-Hörer dort draußen hat solche Soundkulissen schon (zu viel) gehört. Spannend wird es immer dann, wenn Streicher und E-Gitarren im Gleichschritt tanzen, was interessante Klangfarben produziert und PORT MAHADIAs Sound in diesen Momenten vom Einerlei gesichtsloser Konkurrenz abgrenzt.
Die Nähe zum melodischen Rock und eingängigem Prog Metal ist sicherlich gewollt. Das tut der Eingängigkeit der zehn Tracks sicherlich gut, der Zugang zu „Echoes In Time“ steht klafterweit offen, dabei besteht nur die Gefahr, dass sich die gut 45 Minuten lange Scheibe so widerstandslos ins Ohr presst, dass sie mit einem lauten „Flutsch“ nach kurzer Zeit wieder herausploppt.
„Echoes In Time“ ist eines jener Alben, denen man ihren Projektcharakter jederzeit anmerkt. Spiel- und gesangstechnisch perfekt, wenn auch soundtechnisch etwas trocken, gibt es kaum wirkliche Angriffspunkte, dennoch sorgt das mittelmäßige Songwriting für einige Längen beim Durchhören.
FAZIT: Gitarrendominierter, hochmelodischer Progressive Rock mit starker Melodic Rock-Schlagseite, der durch schönes Zusammenspiel von Violine mit der Sechssaitigen besticht. Unspektakuläres Songwriting und technisch versierte Instrumentalpassagen, die sich nicht immer schlüssig in die Songs integrieren, ziehen „Echos In Time“ ins gute Mittelmaß. Fans dieses Musikstils kommen auf ihre Kosten.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Prologue (Beach Discovery)
- Sirens Call
- Log Entry
- Horizons
- Requiem Of The Mind
- Times Companion
- Riding The Wind
- Distant Shores
- I Of The Storm
- Epilogue (Beach Realization)
- Bass - Erinn Waggoner
- Gesang - Damian Wilson, Dave Gilbert, Natalie Grace Chua
- Gitarre - Cameron Castle
- Keys - William O'Connell
- Schlagzeug - Rusty Clutts
- Sonstige - David Ragsdale (violin), Hugh McDowell (cello)
- Echoes In Time (2008) - 8/15 Punkten
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