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Vanderbuyst: Vanderbuyst (Review)

Artist:

Vanderbuyst

Vanderbuyst: Vanderbuyst
Album:

Vanderbuyst

Medium: CD
Stil:

70s Hardrock / 80s Heavy Metal

Label: Ván Records
Spieldauer: 40:00
Erschienen: 15.10.2010
Website: [Link]

Vor ein paar Jahren formierte sich in den Niederlanden eine Band, deren Demo bei Insidern für Begeisterung sorgte und die als "next big thing" gehandelt wurde, sich aber ohne Albumveröffentlichung wieder auflöste. Die Rede ist natürlich von POWERVICE. Eines der Mitglieder dieser Band war Saitenhexer Selim Lemouchi, der bekanntlich mit THE DEVIL'S BLOOD durchgestartet ist. Ein anderes war Gitarrist Willem Verbuyst und der ist inzwischen ebenfalls mit einer neuen Band am Start, die den Namen VANDERBUYST trägt.

Nach der Trennung von POWERVICE scheinen Lemouchi und Verbuyst in Kontakt geblieben zu sein, denn Selim produzierte die erste EP von VANDERBUYST und ist auch auf dem Debütalbum zumindest mit einem Solo mit von der Partie. Wer nun befürchtet, auch bei VANDERBUYST mit antikosmischem Hokuspokus belästigt zu werden, kann beruhigt aufatmen, das Coverartwork und ein Songtitel wie "Traci Lords" zeigen schon an, dass es bei dieser Band um sehr weltliche Dinge geht. Die Ähnlichkeit zu THE DEVIL'S BLOOD besteht vor allem darin, dass Willem wie Selim ein Genie an der Sechssaitigen ist und seinem Instrument so manch grandiose Melodie entlockt. Sänger Jochem Jonkman hat eine klassische Rockstimme, die eher hell und klar klingt und erinnert dadurch ein wenig an ENFORCER-Sänger Olof Wikstrand. Zudem geht man in jeder Hinsicht retrospektiv zu Werke, die Musik erinnert an den Hardrock der späten Siebziger und den Metal der frühen Achtziger. Wer jetzt an RAINBOW, THIN LIZZY, VAN HALEN oder UFO denkt, liegt damit ziemlich richtig.

Das Debütalbum ist mit sieben Songs und einer Spielzeit von 40 Minuten beinahe eher als EP zu bezeichnen, zumal fast zwölf Minuten für das live im Studio eingespielte Cover des UFO-Klassikers "Rock Bottom" draufgehen. Dafür zeigt das Powertrio hier eindrucksvoll, was es an den Instrumenten drauf hat, besonders in der zweiten Hälfte soliert man drauflos, dass es eine helle Freude ist. Die stellt sich übrigens schon bei den ersten Sekunden des starken Openers ein, denn mit grandiosen Gitarrenmelodien zeigt man direkt, wo es lang geht. Rockiger wird es mit "Tiger", dessen Refrain jede Hair Metal Party in Ekstase versetzen dürfte, die bereits erwähnte Hymne auf die Pornoqueen geht in eine ähnliche Richtung. Wer stilistische Ähnlichkeiten zu THE DEVIL'S BLOOD vermutet oder erhofft hat, wird in "New Orleans" fündig, der Song hat eine gewisse Düsternis und erinnert von der Atmosphäre an deren bzw. Roky Ericksons "White Faces". Produzent Pieter G. Kloos hat dem Album natürlich einen passenden Sound verpasst, der durch und durch warm und analog klingt.

FAZIT: VANDERBUYSTs Debütalbum lebt von seinem grandiosen Gitarrenspiel und seiner authentischen Retro-Atmosphäre genauso, wie vom schnörkellosen und auf den Punkt kommenden Songwriting. Ein mehr als gelungener Einstieg!

Andreas Schulz (Info) (Review 4416x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • To Last Forever
  • Tiger
  • New Orleans
  • Traci Lords
  • Stealing Your Thunder
  • Rock Bottom
  • From Pillar To Post

Besetzung:

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Interviews:
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