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The Rudes: Elevator Up (Review)

Artist:

The Rudes

The Rudes: Elevator Up
Album:

Elevator Up

Medium: CD
Stil:

Rock / Punk

Label: My Redemption / Cargo
Spieldauer: 40:23
Erschienen: 01.04.2011
Website: [Link]

Wenn GLUECIFER als Vergleich herhalten müssen, dann aber bitte die Spätphase, und packen wir die benachbarten HELLACOPTERS auch gleich mit in den Sack. Somit dürfte klar sein, dass diese rüden Herrn den Rotzrock-Konsens bedienen. Musikalische wie schreiberische Klasse schließt dies jedoch genauso wenig aus wie die eine oder andere (natürlich nur kleine) Überraschung.

Es sind letztlich die ewig gleichen Wünsche und Posen, die auch THE RUDES bedienen. Allein schon ein Titel wie "I Want More" drückt dies aus: Rock ist zeitlos und erfreut sich ungebremster Nachfrage. Grundvoraussetzungen für deren Befriedigung sind eingängige bis treibende Songs und eine beseelte Frontsau. Das basslastig achtelnde "Drowning" stelllt Flos Vocals besonders gut zur Schau. In "Where´re my Shoes" klingt der Mann rauchiger, wie andererseits das untrügliche Talent der Gruppe für heimelige, weil dezent melancholisch stimmende Harmonien wie Melodien zum Tragen kommt. Hannes und Felix solieren und schütteln sich wonnig die Leads aus den Ärmel, wobei man zwischendurch noch Zeit findet, um straßenköterige Gangshouts einzugrölen, zu hören in "Where´re my Shoes", das den Beginn einer aufsteigenden Aggressionskurve markiert, wiewohl bei anhaltender Herzlichkeit. Das Titelstück geht unter dieser Prämisse als Highlight durch, "Damn" als leicht schmierig, und "Furious and Brave" als coole Mitsinghymne mit Classic-Rock-Schmiss, den THE RUDES auch in "Wasted" beibehalten.

Ein bisschen SOCIAL-DISTORTION-Verzückung ohne Schlaftablette kommt in "One of these Days" (natürlich kein Cover) auf, und wenn "Suicide Suze" verklungen ist, wähnt man sich sicher, stilgetreu über die Stränge geschlagen und sich dennoch nicht übers Shirt gereihert zu haben. "Elevator Up" klingt, wie es sich für den Titel gehört, erhebend und rotzig unter Aussparung verkrampfter Punk-Gebärden - die aufrichtig edle Variante des Stils gewissermaßen.

FAZIT: THE RUDES führen das unerschöpfliche Erbe spielgeiler Rockbands fort, und zwar mit instrumentaler Klasse und gehörigem Soul-Faktor, speziell was den Gesang angeht. Herausgekommen sind 13 nahezu unschlagbare Hymnen, die nach einem Vinylrelease und vor allem Gigs, Gigs, Gigs schreien. Hin- und abgehen, bitte!

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2439x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • I Want More
  • Drowning
  • Change
  • Where´re my Shoes
  • Elevator up
  • Thanx
  • Damn
  • Furious and Brave
  • Wasted
  • One of these Days
  • Not like Anyone
  • Amazing
  • Suicide Suze

Besetzung:

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