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Doro: Raise Your Fist (Review)

Artist:

Doro

Doro: Raise Your Fist
Album:

Raise Your Fist

Medium: CD
Stil:

Hardrock / Heavy Metal

Label: Nuclear Blast / Warner
Spieldauer: 52:01
Erschienen: 19.10.2012
Website: [Link]

Perfekte Zielgruppenbedienung hat Deutschlands Metalkönigin DORO auf ihrem mittlerweile 17. (!) Studioalbum, die WARLOCK-Scheiben freilich mitgerechnet, zu bieten. Auf dem Cover von "Raise Your Fist" sieht sie natürlich immer noch aus wie 20 und posiert in Lack und Leder zwischen Höllenfeuer, Ketten und Gestalten der Unterwelt - und wenn man genau hinschaut, findet man schon hier die erste Huldigung an Ronnie James Dio. Dazu später mehr.

Die stilistischen Experimente der 90er sind Vergangenheit, seit einigen Jahren macht DORO wieder genau das, was sie am besten kann. Musik zwischen Hardrock und Heavy Metal mit den klassischen Trademarks: ihrem Gesang, simpler Eingängigkeit und einer Prise Kitsch und Pathos. Sie ist seit Jahren gern gesehener Gast auf Festivalbühnen, wird aber auch seit Jahren von gewissen Teilen der Szene belächelt. Zurecht oder nicht soll hier nicht die Frage sein - zumal man es erst einmal schaffen muss, regelmäßig mit Gottvater Lemmy zusammenarbeiten zu können. Auf "Raise Your Fist" in Form eines Duetts bei der Ballade "It Still Hurts" - wobei Lemmy hier ein bisschen sehr weichgespült säuselt. Und wo wir gerade beim Thema sind: man sollte meinen, dass das lyrische Thema des Dauerbrenners "Für immer" inzwischen durchgekaut sein sollte - ist es aber nicht, denn im arg kitschigen "Engel" wird es zum x-ten Mal aufgewärmt. Dass es balladesk besser geht, zeigt Frau Pesch dann bei "Free My Heart".

Dreimal kuscheln muss dann auch reichen, kommen wir zum rockenden Teil von "Raise Your Fist". Den eröffnenden Quasi-Titeltrack "Raise Your Fist In The Air" kennt man von der Vorab-EP, der Song ist immer noch ein Rocker mit besten Livequalitäten, mit "Coldhearted Lover" geht es im Midtempo wippend weiter, während "Rock Till Death" genau das macht, was der Titel verspricht. Ordentliche Nummer. Nach der Lemmy-Ballade geht es mit einem Stück weiter, das zur MOTÖRHEAD-Röhre besser gepasst hätte, "Take No Prisoner" ist nämlich straighter Rock'n'Roll. Die Chöre von "Grab The Bull (Last Man Standing)" erinnern verdächtig an den Song "Dimmu Borgir" von eben jenen, passen hier jedoch viel besser ins Konzept. Einen moderneren Touch mit dezenter Elektronik hat das erneut ruhigere "Freiheit (Human Rights)", der Song ist textlich aber eher gut gemeint als gut gemacht.

"Little Headbanger (Nackenbrecher)" hat einen etwas holprigen Titel, rockt aber breitbeinig nach vorne. Ein gutes STRATOVARIUS-Riff ziert den härtesten Song des Albums, der "Revenge" betitelt ist und melodischen Power Metal bietet. Auch "Victory" mit seinem LED ZEPPELIN-Flair kennt der Fan von der EP, das abschließende "Hero" ist DOROs Hommage an den verstorbenen Ronnie James Dio. Auch hier muss man angesichts des etwas flachen Textes festhalten, dass der gute Wille zählt - man nimmt der Düsseldorferin aber ab, dass sie es ernst meint und musikalisch ist die Verbeugung absolut gelungen.

FAZIT: "Raise Your Fist" ist sicherlich kein Album, mit dem DORO reihenweise neue Fans an Land ziehen wird, sie wird aber auch keinen einzigen Anhänger enttäuschen. Solide Kost, die manchem zu einfach gestrickt sein wird, aber eben auch genau das bietet, was man von DORO erwarten darf. Fans können also bedenkenlos zugreifen und ein, zwei Punkte hinzurechnen.

Andreas Schulz (Info) (Review 2230x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Raise Your Fist In The Air
  • Coldhearted Lover
  • Rock Till Death
  • It Still Hurts feat. Lemmy
  • Take No Prisoner
  • Grab The Bull (Last Man Standing) feat. Gus G
  • Engel
  • Freiheit (Human Rights)
  • Little Headbanger (Nackenbrecher)
  • Revenge
  • Free My Heart
  • Victory
  • Hero

Besetzung:

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