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Blackfield: IV (Review)
Artist: | Blackfield |
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Album: | IV |
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Medium: | CD | |
Stil: | Pop / Artrock |
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Label: | kscope | |
Spieldauer: | 31:26 | |
Erschienen: | 30.08.2013 | |
Website: | [Link] |
Das vierte BLACKFIELD-Album ist wohl eigentlich eher ein Solo-Album von Aviv Geffen. Steven Wilson war nur unterstützend bei einigen Gitarren-Arrangements sowie dem Mix tätig und ist lediglich bei „Jupiter“ am Gesang zu hören, da er mit seiner Solo-Karriere und seinen gefühlten anderen 20 Projekten wohl derzeit ausreichend beschäftigt ist. Dementsprechend fällt „IV“ – wie schon der Vorgänger „Welcome To My DNA“ – deutlich popiger aus als die ersten beiden Werke. Es dominieren von Keyboards, Streichern und der Akustischen Gitarre untermalte getragene Passagen, die mit hartem Rock nur am Rande zu tun haben. Verzerrte Gitarren tauchen nur hie und da mal auf und dann auch nur in den Härteregionen von U2. Trotzdem gelingen dem in seiner Heimat erfolgreichen Solo-Künstler vor allem zu Beginn des Albums etliche starke Songs. Das bereits vorab veröffentlichte „Pills“, „Springtime“, das von Vincent Cavanagh (ANATHEMA) äußerst passend eingesungene „X-Ray“ und „Sense Of Insanity“ sollten keinen BLACKFIELD-Jünger kalt lassen. Beim ebenfalls guten „Firefly“ kommt mit Brett Anderson (SUEDE) ein weiterer Gast-Sänger zum Einsatz und auch Jonathan Donahue (FLAMING LIPS) macht bei dem äußerst spartanisch arrangierten und ein wenig an ein Schlaflied erinnernde „The Only Fool Was Me“ eine sehr gute Figur. Das bereits erwähnte „Jupiter“ punktet mit einem hübschen Refrain, ohne allerdings besonders hervorzustechen. „Kissed By The Devil“ ist zwar der härteste, aber auch gleichzeitig der unspektakulärste der vertretenern Songs, während das entspannte „Lost Souls“ das letzte Highlight des Schlussdrittels bildet, denn „Faking“ und vor allem das abschließende, mit penetranten Drum-Loops nervende „After The Rain“ rauschen weitgehend unbeeindruckend am Hörer vorbei. Da musste wohl die ohnehin äußerst bescheidene Spielzeit noch gestreckt werden.
FAZIT: Auch auf „IV“ gibt es eine ganze Reihe großartiger Songs zu entdecken, obwohl die Musik durch die fast gänzliche Zurückhaltung von Steven Wilson endgültig sämtliche Ecken und Kanten einbebüßt hat und die eine oder andere Melodielinie sehr bekannt klingt. Der Überraschungseffekt von „I“ und „II“ hat sich mittlerweile abgenutzt und gegen Ende geht „IV“ auch noch die Puste aus. Das macht es in der Summe zwar zum schwächsten BLACKFIELD-Werk bsher, sollte aber Fans der Band trotzdem nicht vom Kauf abhalten.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Pills
- Springtime
- X-Ray (Featuring Vincent Cavanagh)
- Sense Of Insanity
- Firefly (Featuring Brett Anderson)
- The Only Fool is Me (Featuring Jonathan Donahue)
- Jupiter
- Kissed By The Devil
- Lost Souls
- Faking
- After the Rain
- Bass - Seffy Efrati
- Gesang - Aviv Geffen, Steven Wilson
- Gitarre - Aviv Geffen, Steven Wilson
- Keys - Aviv Geffen, Eran Mitelman
- Schlagzeug - Tomer Z
- NYC – Live in New York City (DVD) (2007)
- Welcome To My DNA (2011) - 8/15 Punkten
- IV (2013) - 11/15 Punkten
- For the Music (2020) - 6/15 Punkten
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keine Interviews
Kommentare | |
Sascha G. [Musikreviews.de]
gepostet am: 01.09.2013 |
Deinem Fazit stimme ich zu - schwächstes Album bisher, und zwar mit Abstand. Da ich ja den Vorgänger schon nur mit 8/15 bewertet habe (obwohl ich heute etwas höher greifen würde, so 9.5/15), kann man sich ja denken, was die bei mir bekommen hätte. ;)
Größtes Problem ist hier für mich tatsächlich irgendwo die kurze Laufzeit, denn Soloeinschübe und sonstige Erweiterungen hätten den Songs Tiefe geben können, die so jetzt definitiv nicht da ist. Ein unglaublich zweidimensionales Album. Das Beste an der ganzen Geschichte ist noch das hochkreative Sandvideo von "Jupiter". |