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Reaper's Revenge: Wall Of Fear And Darkness (Review)

Artist:

Reaper's Revenge

Reaper's Revenge: Wall Of Fear And Darkness
Album:

Wall Of Fear And Darkness

Medium: CD
Stil:

Power Metal

Label: Eigenproduktion
Spieldauer: 43:22
Erschienen: 18.10.2014
Website: [Link]

Ganz schön beachtlich, dieses Debüt aus Eigenproduktion, welches die Band aus dem bayrischen Amberg nur ein knappes Jahr nach ihrer Gründung vorlegt. Wobei schon nach wenigen Tönen klar ist, dass bei REAPER'S REVENGE keine blutjungen Anfänger am Werk sind, wenngleich auch noch keine namhaften Stationen in der Vita der einzelnen Musiker auftauchen.
Wer aufgrund der Herkunft des Quintetts mit typischem Teutonen-Stahl rechnet (oder dem durch den Bandnamen eventuell gar GRAVE DIGGER in den Sinn kommen), liegt doch einigermaßen falsch. Will man denn in der Heimat bleiben, könnte man die Newcomer am ehesten noch in der Nähe von (den geografisch tatsächlich nicht allzu weit entfernten) BRAINSTORM verorten, die ähnliche Haupteinflüsse aufweisen. Und die liegen in erster Linie im traditionellen Metal amerikanischer Machart.

Durch das kräftige, oftmals vertrackte Riffing ist der (echte) Power Metal von REAPER'S REVENGE latent progressiv und im Gitarrenbereich ist es eine Band wie die früheren ICED EARTH, die für Songs wie dem eröffnenden Titelsong, „Indoctrination“ oder „Fall Of Paradise“ Pate gestanden haben könnte. Während auf unnötigen Firlefanz verzichtet wird (Keyboards bleiben ebenso außen vor wie eingebaute Symphonic- oder Klassik-Spielereien), sorgen zwischen dem nie zu offensichtlichen, aber stets kraftvollen Riffing interessante Solo-Einlagen für weitere interessante Farbtupfer. So klingt traditioneller Metal mit Anspruch und fern des Mainstreams.
Will man gerade nach dem Haar in der schmackhaften Suppe suchen und etwa mangelnde Abwechslung aufgrund einiger ähnlicher Songstrukturen anbringen, legt die Band mit „Hellbound“ gleich noch mal einen Zahn zu und bringt wie schon zuvor bei „Bygone Times“ noch ein paar Thrash-Elemente unter; einmal mehr hat die Rhythmus-Fraktion reichlich Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Spätestens hier kommt auch der Fan von FLOTSAM & JETSAM auf seine Kosten.

Am Gesang und der Aussprache lässt sich aber schon die Herkunft der Band ausmachen. Christian Bösl ist zwar kein Screaming-Gott, aber mit einer kräftigen Stimme und durchaus auch bereits mit einem eigenen Profil ausgestattet. In den höheren Tönen (aber auch nur dort) in den Songs „Dawn Of A New Day“ und „Anthony“ erinnert er tatsächlich etwas an Bernhard Weiß von AXXIS, auch wenn der wesentlich schriller ist und man musikalisch wenig gemein hat. Aber damit hat es sich sowieso auch schon mit den Reminiszenzen. Bei einem Song wie „Bygone Times“ (geile Sologitarre auch) sind solche Anleihen auch bereits wieder komplett verschwunden, was für die Flexibilität des Frontmannes spricht. Wenn manche Gesangslinie wie im Opener mal etwas hölzern erscheint, macht auch genau das den Reiz einer Band wie REAPER'S REVENGE aus, die besonders im Metal-Underground auf Begeisterung stoßen wird. Die allzu griffige Melodie und der offensichtliche Refrain haben hier keine Priorität, und fader und austauschbarer Einheitsbrei bleibt einem auf „Wall Of Fear And Darkness“ sowieso erspart.

FAZIT: Ein neuer Außenposten in Sachen wahrer Power Metal aus deutschen Landen ist ab sofort in der Oberpfalz zu finden, und wer sich noch zu den Mitentdeckern einer neuen Underground-Hoffnung zählen möchte, besorgt sich schnellstens die professionell aufgemachte und mit ehrlichem Sound ausgestattete CD über die Homepage der Band.

Lars Schuckar (Info) (Review 2433x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Wall Of Fear And Darkness
  • Dawn Of A New Day
  • Anthony
  • Bygone Times
  • Indoctrination
  • Fall Of Paradise
  • In Chains
  • Ministry Of Love
  • Hellbound

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Eddie
gepostet am: 15.01.2015

User-Wertung:
12 Punkte

Finde das Album echt richtig gut freue mich schon auf die zukünftigen Werke. Das Review kann man unterschreiben, wobei ich sogar zur 12/15 neigen würde ;)
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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