Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Gil Edwards: Celebrate (Review)

Artist:

Gil Edwards

Gil Edwards: Celebrate
Album:

Celebrate

Medium: CD/Download
Stil:

Singer-Songwriter / Blues / Mainstream

Label: A1 Records
Spieldauer: 51:12
Erschienen: 01.09.2017
Website: [Link]

Dieser Geschichtenerzähler aus Medford im US-Bundesstaat Oregon ist seit mehr als 50 Jahren auf Bühnen zu sehen und feiert den Umstand zünftig mit - naheliegender Titel - seinem erst dritten Studioalbum "Celebrate", dem eine Aufnahmepause von über einer Dekade vorausgegangen ist. Der momentane Wahl-Norweger spiegelt seine Freude am Performen in nach der Bühne schreienden Kompositionen wider und krönt sie mit Texten, die buchstäblich unter die Haut gehen.

Nicht ausgeschlossen ist dabei, dass GIL EDWARDS klassische Räuberpistolen mit Augenzwinkern verzapft, sodass sich Ernst und Leichtfüßigkeit die Waage halten - letztere auch in spielerischer Hinsicht. Der Künstler hebt sich keinen Leistenbruch an musikalisch Artfremdem, sondern unterstreicht die anhaltende Relevanz von traditionellem Liedermachertum, wie es amerikanischer nicht klingen könnte.

Edwards' Stücke zeugen von unbändigem Schaffensdrang unter unzweideutig vorgegebenen Klangkoordinaten, wobei der Schein trügt: Der Mann sieht zwar so aus, als sei er das ideale vierte ZZ-TOP-Mitglied, hat aber wenig mit den Texanern gemein. Vielmehr zockt der Bärtige selbstgenügsame Rocksongs mit Blues- ('Turn My Head Around') und Gospel-Bezügen ('You Keep Me Hangin' On'), vor deren inhaltlicher Dringlichkeit das STONES-Cover 'Paint It Black' tatsächlich verblasst.

Der Sänger und Gitarrist kann bei aller tiefgründigen Mitteilsamkeit allerdings auch straight Lebensfreude versprühen wie mit 'Don't Wanna Hear About It'. Nichtsdestoweniger sind nachdenklich stimmende Kompositionen wie die akustische Ballade 'Wild Horses' oder das krönende Finale 'My Back Pages' die Vorzeigestücke auf "Celebrate".

FAZIT: Mit seinem aktuellen Album zieht GIL EDWARDS ein karrieristisches Resümee, mit dem er sowohl seine Einflüsse (psychedelischer Rock aus den 1960ern und elektrifizierte Singer-Songwriter aus dem folgenden Jahrzehnt) zusammenfasst als auch das Selbstverständnis praktisch aller amerikanischer Vorzeige-Liedermacher auf den Punkt bringt: Man hört ihnen an, woher sie kommen, ohne dass man ständig aufdringliche Sterne und Streifen vor den Augen hat. [Album bei Amazon kaufen]

Andreas Schiffmann (Info) (Review 171x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Hey, Hey, Hey
  • Lying
  • You Keep Me Hangin' On
  • Don't Wanna Hear About It
  • Paint It Black
  • Turn My Head Around
  • Wild Horses
  • Wishing Well
  • My Back Pages

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Musikreviews.de - Webzine für Metal, ___ und Rock.

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!