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Blue Ruin: Green River Thriller (Review)

Artist:

Blue Ruin

Blue Ruin: Green River Thriller
Album:

Green River Thriller

Medium: CD/Download
Stil:

Hardrock / Punk

Label: RSR / Cargo
Spieldauer: 19:35
Erschienen: 19.10.2018
Website: [Link]

Hört man von einer international besetzten All-Girl-Band, denkt man sofort an ein gecastetes Industrieprodukt, doch BLUE RUIN erweisen sich, wenn man ihre erste EP "Green River Thriller" hört, als absolut authentische Angelegenheit zwischen Misfits-Horror-Punk und 1990er-Frauenpower-Alternative.

Die Musikerinnen stammen aus dem neuseeländischen Auckland, Italien und München, scheinen aber an ein und demselben Ort ansässig zu sein, denn anders lässt sich das organische Klangbild nicht erklären, das ihre sieben Songs auszeichnet. Zumindest wirkt es so, als habe das Quintett für die Aufnahmen vollzählig in einem Studio aufgebaut und losgezockt. Unabhängig davon haben seine Kompositionen ohne Ausnahme Hand und Fuß.

Die Gitarristinnen Eliana Cargnelutti und Chrissi Icecream spielen mit höherem Anspruch an sich selbst, wobei sie das perfekte Gleichgewicht zwischen schulmeisterlichem Muckertum und Massentauglichkeit finden. 'Face Stealer' und der mit deutlichem Abstand "hittigste" Track 'Scream Queen', der zugleich die härteste Nummer des Kurzformats darstellt, würden in einer Rock-affinieren Welt die Chart-Leiter hinaufklettern, wohingegen das originelle Kiss-Cover 'Turn on the Night' ohnehin über alle Zweifel erhaben ist.

Dass BLUE RUIN diesen Klassiker aus der zweiten Reihe weder verschandeln noch stur nach Vorgabe wiederkäuen, adelt sie als umsichtige Truppe, die das Erbe des US-amerikanischen Hardrock der 1980er auf moderne Weise würdigt. Auf "Green River Thriller" wird kein eklektisches Potpourri geboten, sondern geradliniger Rock im zigsten, aber immer noch nicht gänzlich schalen Aufguss. Auch wenn die Chose nicht für fünf Cent eigenständig ist …

FAZIT: … darf man BLUE RUIN einen ersten Achtungserfolg bescheinigen und sie Freunden sowohl von Babes In Toyland, Sister oder The Donnas als auch "männlicheren" Stilblüten wie Glam und Stoner Rock ans Herz legen. Einziges Manko der Scheibe? Sie ist viel zu kurz geraten.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 322x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Green River Thriller
  • Face Stealer
  • Exist
  • Turn on the Night
  • Scream Queen
  • Interlude
  • 2 AM

Besetzung:

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