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Chinawhite: Different (Review)

Artist:

Chinawhite

Chinawhite: Different
Album:

Different

Medium: CD/Download
Stil:

Melodic Rock / Progressive

Label: Rock Company
Spieldauer: 55:23
Erschienen: 06.07.2018
Website: [Link]

Als eine von vielen niederländischen Bands der Prog-Bewegung der mittleren 1980er blieben CHINAWHITE seit je außen vor, wenn es um größere kommerzielle Erfolge ging, doch genauso wie etwa Egdon Heath unterschritt die Gruppe nie ein gewisses Niveau, selbst wenn sie sich nie als eigenständig emanzipieren konnte … was triftige Gründe hat(te), wie ihr aktuelles Album demonstriert.

Auch „Different“ ist seinem Titel zum Trotz ein offensichtlichen Vorbildern geradezu sklavisch nachempfundenes Werk, das alle Genre-Hardliner zufriedenstellen, aber wenig mehr reißen dürfte. Der immer leicht unterkühlte (wir reden schließlich von britischen Vorbildern) und nie ausufernd symphonische Sound des Quartetts kommt trotz personeller Unruhen im Kader (Drummer Hans verdingt sich parallel etwa auch bei Praying Mantis) wie aus einem Guss daher – mitunter ein wenig zu behäbig zwar, aber immer stimmig und ohne merkliche Ausschläge nach oben oder gar unten.

Die von Gitarrist und Keyboarder Peter Cox produziert wirken etwas antiquiert und nehmen vielleicht gerade deshalb für sich ein … zumindest wenn man zu älteren Semestern gehört. Die Einordnung unter "Prog" ist also insbesondere unter Entdeckern von Neuem mit großer Vorsicht zu genießen.

Letztendlich bedienen CHINAWHITE sozusagen harmoniesüchtige Gemüter, die ihre Musik ungern mit Überraschungen versetzt haben möchten. Das ist stimmig, erfreulich Trend-resistent und solide gestrickt, mehr aber auch nicht. Als Anspieltipps für die erzkonservative Fraktionen drängen sich zuvorderst 'Light-Years To Heaven', das kein Wässerchen trübende 'Hello To The World' und die leutselige Schlussnummer 'Thank You And Goodnight' auf.

FAZIT: Falls man CHINAWHITE etwas Böses möchte, kann man sie als allenthalben lokal relevante Dinosaurier-Melodic-"Prog"-Band bezeichnen, die zu Recht nie über ihren niederländischen Horizont hinausreichte. Objektiv gesehen ist ihr neues Album ein leicht überdurchschnittiches Szene-Werk mit null Mehrwert.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 721x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Kiss Of Fire
  • Where I Stand
  • Hello To The World
  • Money
  • Different? - Eat It Raw
  • Wings Of The Wind
  • Mystery
  • Light-Years To Heaven
  • Or The Same!
  • It Means Nothing
  • Thank You And Goodnight

Besetzung:

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