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Dune Pilot: Lucy (Review)
Artist: | Dune Pilot |
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Album: | Lucy |
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Medium: | CD/LP/Download | |
Stil: | Classic Rock |
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Label: | Rodeostar | |
Spieldauer: | 45:24 | |
Erschienen: | 01.06.2018 | |
Website: | [Link] |
Ein im Vordergrund dröhnender, leicht übersteuerter Bass, eine leider nicht häufiger zum Einsatz kommende Orgel und eine vergleichsweise unauffällige Gesangsstimme, fertig ist ein solides Fundament für klassischen Hard Rock mit Stoner-Schlagseite. Wenn DUNE PILOT auf ihrem zweiten Album auf die Tube drücken wie in ‚Loaded‘, ‚Postman‘ oder stellenweise auch ‚Speak Up‘, klingen sie wie alte Motörhead mit Soul statt Whiskey im Blut und mehr Kyuss als Punk als inspiratorischer Vorlage.
Auch ansonsten orientieren sich die Münchner an naheliegenden Idolen, stricken daraus aber dermaßen solide Kompositionen, dass man nicht daran (den Songs und den Musikern) rütteln kann. Das Quartett hat stets ein eingängiges Hook im Auge, übersieht aber dennoch nicht, dass es die kleinen Feinheiten sind, die Musik ohne Anspruch auf Originalität überhaupt erst eine Daseinsberechtigung über den kurzen Moment hinaus geben.
Klar schwingt die hohe Riege des kalifornischen Wüstenrock ständig in der Musik von DUNE PILOT mit (wofür man nicht erst den Namen zu lesen braucht), doch in diesem Rahmen erweist sich die Band als ebenso flexibel wie klischeefrei. Hier bemüht sich niemand darum, wie amerikanische Sunnyboys daherzukommen; stattdessen legt das Quartett sein Hauptaugenmerk auf Charakterstücke, so wie es sich gehört.
Dank einer akustischen Bridge hier oder fast schon gospelig harmonisierter Vocals dort bleibt die Hörerfahrung von „Lucy“ eine kurzweilige, und die Band zumindest in der deutschen Retro-Szene ein Name, den man gern in den Mund nimmt. Vorher aber bitte den Kräuterdübel herausnehmen …
FAZIT: DUNE PILOT sind eine erfreuliche, wenn auch nicht außergewöhnliche Erscheinung in der heillos überlaufenen Retro-Rock-Szene. Mit "Lucy" haben die vier Bayern nicht nur überdurchschnittlich hohe Spielfreude auf Platte verewigt, sondern auch Songs kompiliert, die im Gegensatz zu jenen vieler anderer klassischer Riff-Rock-Acts eine längere Halbwertszeit aufweisen; ihr werdet sehen, dass das Ding immer wieder in eurem Player landet, wenn ihr es euch erst einmal besorgt habt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr