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Novembre: Words Of Indigo – die zweite (Review)
| Artist: | Novembre |
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| Album: | Words Of Indigo – die zweite |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Progressive-, Death- und Doom-Metal, Post-Rock |
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| Label: | Peaceville Records | |
| Spieldauer: | 63:37 | |
| Erschienen: | 07.11.2025 | |
| Website: | [Link] |
NOVEMBRE suhlen sich auf „Words Of Indigo“ in melancholischer Tristesse irgendwo zwischen KATATONIA und OPETH. Vor allem die Gitarrenarbeit kann sich hören lassen, fängt sie doch jene Tragik ein, die bisweilen in den finnischen Landen in Musik gegossen wird.
Progressive Songstrukturen treffen auf Melodien, die den Hörer einlullen und ihn u.a. in „House Of Rain“ in eine Art Trance entführen. Was nicht zuletzt an der fantastischen Stimme von Gastsängerin Ann-Marie Edvardsen liegt.
Damit sind wir beim Knackpunkt von „Words Of Indigo“ angelangt. Denn der Gesang von Carmelo Orlando schwankt zwar zwischen dunklen Growls und warm-melodischem Timbre, allerdings überzeugt der Mann leider in keiner der beiden Disziplinen vollends.
Wo die Musik bisweilen phantasievoll verspielt ausfällt (etwa in diversen Solo-Parts der Gitarristen oder des Keyboards), gerät der Gesang in Stücken wie „Brontide“ seltsam eindimensional.
Zwar haftet dem Klargesang des Mannes eine meditative Tragik an, die in einem Stück wie „Post Poetic“ durch stimmungsvolle Kühle gefällt, aber diese Momente ergeben sich zuvorderst immer aus dem Zusammenspiel von Stimme und Gitarrenmelodien.
Ohne die melodischen Feinheiten der Saitenfraktion bzw. des Keyboards näselt Carmelo Orlandos Stimme (die marginal an Ville Valo erinnert) stellenweise dünn und wenig einfallsreich vor sich hin. Dennoch entschädigt die Musik durch fantasievolles Songwriting zwischen verspielter Progressivität und Doom-Melancholie.
FAZIT: NOVEMBREs „Words Of Indigo“ gefällt mit spannend arrangierten Songs, die Progressivität mit alltagstauglicher Tristesse verbinden. Dass Carmelo Orlandos Gesang dennoch die Krux des Albums darstellt, schmälert den Gesamteindruck des Albums jedoch stärker als es anfangs scheint. Dennoch ist den Italienern hier ein einigermaßen stimmiges Genre-Werk gelungen, das nicht allzu sehr aus dem Rahmen fällt, weder nach oben, noch nach unten.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Sun Magenta
- Statua
- Neptunian Hearts
- House Of Rain
- Brontide
- Intervallo
- Your Holocene
- Chiesa Dell`alba
- Ipernotte
- Post Poetic
- Onde
- Bass - Fabio Fraschini
- Gesang - Carmelo Orlando, Ann-Marie Edvardsen
- Gitarre - Alessio Erriu, Federico Albanese
- Keys - Carmelo Orlando, Dan Swäno
- Schlagzeug - Yuri Croscenko
- Materia (2006) - 9/15 Punkten
- The Blue (2007) - 8/15 Punkten
- Words Of Indigo (2025) - 8/15 Punkten
- Words Of Indigo – die zweite (2025) - 8/15 Punkten
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