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EF: Give Me Beauty... Or Give Me Death! - 20th Anniversary Edition (Review)
| Artist: | EF |
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| Album: | Give Me Beauty... Or Give Me Death! - 20th Anniversary Edition |
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| Medium: | CD/Download/Do-LP | |
| Stil: | Post Rock, Klanggewaltige Cinematic-Epen, Shoegaze |
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| Label: | Pelagic Records | |
| Spieldauer: | 63:05 | |
| Erschienen: | 28.11.2025 | |
| Website: | [Link] |
„Da es unser kostbares Erstlingswerk ist, wollten wir ihm die Liebe geben, die es sicherlich verdient. Wir wollten den 20. Geburtstag nicht einfach nur mit einem Remastering feiern, und wir wollten die Songs auch nicht zu modern und für die alten Fans unkenntlich machen. Wir wollten dem Album ein strafferes, dramatischeres und bombastischeres Make-Over verpassen - mit einem sanften Touch von EF von heute.“ (Niklas Aström – Schlagzeuger von EF)
Es ist keine Frage: Mit ihrer Idee, ein 20 Jahre zurückliegendes, damals noch unter Zeit- und Finanzdruck aufgenommenes Debüt-Album wieder zu neuem, wirklich neuem Musikleben zu erwecken, indem sie es unter modernsten Bedingungen anno 2025 komplett neu einspielen, machen die schwedischen Prog-Post-Psyche-Rocker EF alles richtig! Denn was der geneigte Hörer auf „Give Me Beauty... Or Give Me Death! - 20th Anniversary Edition“ zu hören bekommt, ist die große Kunst, faszinierende Musik zu schaffen, die sich im unmittelbaren Umfeld von den absoluten Szene-Größen bewegt.
Also: EFTERKLANG und SIGUR RÒS treffen auf die Post-Rock-Epen von GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR, während im Hintergrund zudem auch ein paar MOGWAI- und Bläser-CALEXICO-Ideen durchschimmern.
Wen das nicht begeistert, dem ist nicht mehr zu helfen – zumindest dann nicht, wenn er irgendeine der hier aufgeführten Bands bewundert.
Sucht jemand vielleicht nach melancholisch angehauchtem Post Rock, der zu Hirn und Herzen geht – mit breit ausladenden Instrumentalpassagen aufwartet, denen aber immer wieder fragile akustische Moment innewohnen, in denen Streicher und Bläser genauso auftauchen wie eine Melodika und wobei sogar der zerbrechliche, hohe Gesang etwas Hypnotisierendes hat?
Dann kommt einem genau diese Geburtstagsedition von EFs „Give Me Beauty... Or Give Me Death!“ mehr als gelegen.
Von der ersten Minute an holt einen „Give Me Beauty... Or Give Me Death! - 20th Anniversary Edition“ mit hymnischen, sehr nordisch klingenden Post-Rock-Traumwelten ab, die einen mehr als eine Stunde lang in ihren Bann ziehen. Und hinterlässt, um beim Album zu bleiben, einen wahrhaften 'Eternal Touch', wenn er eben so wie der Zehnminuter „Final Touch / Hidden Agenda“ oder alle weiteren Stücke hinter Give Me Beauty... Or Give Me Death! - 20th Anniversary Edition“ klingt.
Sich hier einzelne der neu eingespielten acht epischen Stücke, die es durchaus auf eine Laufzeit von mehrfach über 10 Minuten bringen, vorzunehmen, macht keinen Sinn. Denn das Album fließt genauso wunderschön wie „Die Moldau“ eines Smetanas oder steigert sich beständig und immer monumentaler werdend wie der „Bolero“ eines Ravels – und sogar ein Kinder-Chor taucht darin auf.
EF beherrsche die Kunst, den Hörer mit ihrer Musik rundum in ihren hypnotischen Bann zu ziehen. Und wer sich nicht schon vor 20 Jahren in dieses mit nur geringem Budget und in nur drei Studiotagen aufgenommene Album verliebte, der wird es bei dieser neuen, aufwendigen und zugleich sehr opulenten Version nun anno 2026 garantiert tuen.
Welch Meisterleistung!
FAZIT: Die Schweden EF legen mit „Give Me Beauty... Or Give Me Death! - 20th Anniversary Edition“ ein wahres – neu eingespieltes – Meisterwerk ihres Debüt-Albums vor, das eine unfassbare, zärtliche wie hymnische, fragile wie bombastische Post-Rock-Aura versprüht, der man sich zu keiner Minute während dieser träumerischen Rockstunde voller klassischer und cineastischer, klanggewaltiger und shoegaze-schwangerer Momente, die oft zugleich von Streichern und Bläsern bestimmt werden, entziehen kann. Ein zwanzig Jahre lang noch etwas verkanntes Meisterwerk, das in dieser neuen Aus- bzw. Aufführung zum 20. Geburtstag seine wahre Zeitlosigkeit offenbart und bewahrheitet. Ein echter Evergreen des Post Rocks, den da EF vor langer Zeit schufen und nun in neuem Glanz endgültig in seiner ganzen Schönheit erstrahlen lassen.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Ett
- Misinform The Uninformed
- Noll
- Hello Scotland
- Final Touch / Hidden Agenda
- He Came, He Stayed, He Fell
- Tomorrow My Friend...
- ...We'll Meet In The End
- Bass - Kim Ruiz
- Gesang - Thomas Torsson, Daniel Juline
- Gitarre - Eric Jardestig, Thomas Torsson, Kim Ruiz, Daniel Juline
- Keys - Daniel Juline
- Schlagzeug - Niklas Aström
- Sonstige - Streicher und Bläser, Niklas Aström (Percussion, Melodika, Atmen)
- We Salute You, You and You! (2022) - 13/15 Punkten
- Give Me Beauty... Or Give Me Death! - 20th Anniversary Edition (2025) - 14/15 Punkten
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