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Louis Tomlinson: How Did I Get Here? (Review)

Artist:

Louis Tomlinson

Louis Tomlinson: How Did I Get Here?
Album:

How Did I Get Here?

Medium: CD/LP/MC
Stil:

Pop, Indie-Rock, Alternative

Label: BMG Rights Management
Spieldauer: 36:45
Erschienen: 23.01.2026
Website: [Link]

Sonniger Indie-Pop, Gitarren-Glitzern, psychedelische Synth-Spielereien – und darüber eine dicke Schicht 2000er-Nostalgie: Mit „How Did I Get Here?“ vollzieht der ehemalige ONE-DIRECTION-Sänger LOUIS TOMLINSON auf seinem dritten Album einen demonstrativen Tapetenwechsel. Nach den eher düsteren Vorgängern „Walls“ (2020) und „Faith In The Future“ (2022) nimmt TOMLINSON diesmal die Ausfahrt Richtung Licht – und man hört der Platte, die unter anderem in Costa Rica entstand, diese sonnige Grundstimmung vielerorts förmlich an.



Den Auftakt macht die erste Single „Lemonade“, die bereits im September 2025 erschien und die Marschrichtung unmissverständlich vorgibt: sommerliche Energie, eingängige Hooklines, eine Leichtigkeit, die man von TOMLINSON so nicht zwingend erwartet hätte.

Genau da beginnt allerdings auch das Problem: Bei aller sonnigen Grundierung fehlt dem Album über weite Strecken ein eigenständiger musikalischer Fingerabdruck. TOMLINSON pendelt zwischen Indie-Anmutung, radiotauglichem Pop/Rock und gelegentlichen Abstechern in Funk- und Elektro-Texturen – ohne dass daraus ein wirklich zwingendes Profil entsteht. „Sunflowers“ und „Lazy“ spielen mit Synth-Sounds und Vocal-Verzerrungen, was eine leicht verträumt-psychedelische Stimmung erzeugt. „Palaces“ gibt sich indie-rockig, während „Jump The Gun“ eine funkige Kehre in Richtung RED HOT CHILI PEPPERS andeutet – allerdings ohne deren Ecken und Kanten. Und „Lucid“ schließt das Album als eine Art „Champagne Supernova“ des Teen-Pop: nachdenklich getönt und atmosphärisch ruhig.



Viele Songs sind vor allem eins: playlistkompatibel. Eingängig, glatt, handwerklich sauber – und doch erstaunlich selten überraschend. Hooks sind reichlich vorhanden, nur bleiben sie nicht hängen, weil zu oft der letzte Dreh fehlt: eine kantigere Produktion, eine mutigere Melodie, ein Moment, der etwas mehr riskiert.

Dass es auch anders geht, zeigt „Dark To Light“: Wenn TOMLINSON Verlust und Trauer verarbeitet, tritt die Produktion deutlich zurück, lässt Luft im Arrangement und vor allem seine Stimme wirken. Das ist einer dieser seltenen Momente, in denen kurz etwas aufblitzt, das über Standardware hinausgeht – ein Splitter echter Emotion auf einem Album, das davon gern mehr hätte haben dürfen.



FAZIT: Mit „How Did I Get Here?“ legt LOUIS TOMLINSON sein bislang zugänglichstes Album vor: sonnig, leicht, mit Indie-Gitarren, psychedelischem Synth-Schimmer und einem klaren Hang zur 2000er-Pop-Wärme. Das funktioniert streckenweise gut – doch zu häufig fehlt der Platte der Biss und der Mut, aus bekannten Formeln auszubrechen. Am Ende steht ein Album zwischen zwei Stühlen: versöhnlich und hell produziert, aber in Ausdruck und Profil oftmals recht unspezifisch.

Marco Rauland (Info) (Review 40x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Lemonade
  • On Fire
  • Sunflowers
  • Lazy
  • loudspeaker icon
  • Palaces
  • Last Night
  • Broken Bones
  • Dark To Light
  • Imposter
  • Sanity
  • Jump The Gun
  • Lucid

Besetzung:

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