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Pop Evil: Pop Evil (Review)

Artist:

Pop Evil

Pop Evil: Pop Evil
Album:

Pop Evil

Medium: CD/Download
Stil:

Alternative Metal / Rock

Label: EOne Music / SPV
Spieldauer: 44:23
Erschienen: 16.02.2018
Website: [Link]

Es ist schon eine Crux, ein Nummer 1 Billboard Album wie „Up“ wiederholen zu müssen. POP EVIL, denen die Top-Position in den US Independent Album Charts mit ihrem Vorgängeralbum von 2015 gelungen war, gehen die Sache daher auch alles andere als entspannt an. Gleich zu Beginn der Scheibe kracht und scheppert es an allen Ecken und Enden, was den Hörer/Innen sofort einmal signalisieren soll, dass sich in den drei vergangenen Jahren innerhalb der Band einiges verändert hat.
Die ersten vier Titel kann man getrost als den Versuch ansehen, durch verhaltene Experimentierfreude neuen Schwung in abgegriffene Schemata zu bringen, was bisweilen ausgesprochen kurzweilig gelingt, denn selten zuvor gab es auf einem Album der Jungs aus Michigan derart heftiges Liedgut zu bestaunen.

Das neue Album zeigt eine deutliche Drittelung, wobei das erste Drittel der Songs schon ziemlich beherzt in die Magengrube zielt, denn diese werden dominiert von krachenden Riffs und Double-Bass Passagen, die so richtig in die Vollen gehen. „Waking Lions“ trotzt mit seinem melodischem Chorus der knallharten Strophe, ein brillanter Titel, der gefolgt wird von „Colors Bleed“, der Rap-Elemente verwendet und eine unheimlich treibende Energie vermittelt.

„The Art Of War“ startet mit Sprechgesang á la CRAZY TOWN, der hervorragend zur Strophe passt, die eigentlich unmelodisch daherkommt, bis die Bridge mit Gitarrensolo die düsteren Wolken kurzzeitig beiseite schiebt, der Abschluss des Songs dann aber in das weitaus hookträchtigere „Be Legendary“ übergeht, was den Wendepunkt des Albums markiert, denn ab hier haben sich POP EVIL augenscheinlich vorgenommen, doch noch ein paar stadiontaugliche Hymnen aufzunehmen.

„Nothing But Thieves“, ein Highlight des Albums, beginnt mit einer Art Glockenspiel-Intro und einer an DEPECHE MODE erinnernden Strophe, die dann in einen hymnisch zu nennenden Chorus mündet und spätestens ab diesem Zeitpunkt nimmt das Quintett wieder Kurs Richtung Charts auf, was auch in Anbetracht der ersten vier Titel dringend von Nöten ist, um Fans der ersten Stunde nicht zu vergrätzen, denn der eine oder andere wird sich vermutlich an der härteren Gangart reiben.
Wer bis dahin die melodischen Titel vermisst hatte, wird nun umso reichlicher bedacht, denn mit „A Crime to Remember“ folgt eine fast schon poppig zu nennende Nummer, die sich in den Gehörgängen festfrisst.

„When We Were Young“ Radiotauglichkeit zu attestieren, wäre schlicht eine Untertreibung, während „Birds of Prey“ eigentlich schon fast als Power-Pop Nummer durchgehen könnte, die mit großartiger Hook einen grandiosen Gegenpol zu den härteren Titeln des Albums bildet, bevor „Rewind“ den Radio-Rock Ansatz auf die Spitze treibt, ein Titel, der den Abschluss eines hervorragenden Albums bildet.

FAZIT: POP EVIL schlagen mit ihrem neuen Album, das schlicht und einfach „Pop Evil“ benannt ist, im Vergleich zum Vorgängeralbum „Up“ eine deutlich härtere Gangart an. Gerade im ersten Drittel dominieren die krachende Heavy-Rock bis Metal-Nummern, die im weiteren Verlauf stadiontauglichen Hymnen weichen müssen, eine Tatsache, die dem neuen Longplayer Eigenständigkeit und das gewisse Etwas verleiht. Ein starkes Werk, das direkt auf Platz 3 der US Top Hardrock Album Billboard Charts eingestiegen ist und beweist, dass POP EVIL auch mit ihrem neuen Longplayer alles richtig gemacht haben. [Album bei Amazon kaufen]

Stefan Haarmann (Info) (Review 224x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Waking Lions
  • Colors Bleed
  • Ex Machina
  • Art of War
  • Be Legendary
  • Nothing But Thieves
  • A Crime to Remember
  • God's Dam
  • When We Were Young
  • Birds of Prey
  • Rewind

Besetzung:

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