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Esogenesi: Esogenesi (Review)

Artist:

Esogenesi

Esogenesi: Esogenesi
Album:

Esogenesi

Medium: CD/Download
Stil:

Doom Death Metal

Label: Transcending Obscurity
Spieldauer: 39:25
Erschienen: 04.10.2019
Website: [Link]

Doom Death ist nicht totzukriegen … Widersprüchliche Aussage, aber zutreffend in Anbetracht der regelmäßigen Veröffentlichung neuer Alben aus dieser eigentlich sehr engen Nische, die allerdings von Fall zu Fall sehr unterschiedlich klingen können. ESOGENESI legen für ihre eigene Interpretation eine Menge dessen in die Waagschale, was man schon mit nur marginalen Kenntnissen über die Weltgeschichte des Rock und Metal gemeinhin als typisch italienisch ansieht.

Richtig, das Debüt des Quartetts strahlt ein gewisses Horror-Flair aus, das an alles Mögliche von Death SS bis zu den Filmsoundtracks der bahnbrechenden Prog-Band Goblin denken lässt. Eingebettet in einen Lava-langsam fließenden Todesblei-Strom erfährt diese Atmosphäre eine wenn nicht frische (ein irgendwie unpassendes Wort in diesem Zusammenhang), so aber definitiv originell "neue" Deutung.

Bereits die fürs Genre ungewohnt transparente Abmischung der einzelnen Instrumente (statt wie so oft einer übertrieben dicken Suppe von Bassfrequenzen) erfreut, und die einzelnen Mitglieder der Band spielen in der Tat auch für sich genommen hörenswert auf. Die beiden Saiteninstrumentalisten beschränken sich genauso wenig auf Unisonoparts, wie die Rhythmusgruppe für einen freilich schwerfälligen, aber keinesfalls monotonen Puls sorgt.

Gitarrist Davide Roccato bricht das ohnehin schon dynamische Klangbild mit regelmäßigen unverzerrten Parts auf, während sich Growler Jacopo Marinellis Stimme als einzige nicht hinreichend flexible Komponente von ESOGENESIs Stil herausstellt, wenn man mal von seinem einstweiligem Geflüster absieht.

Beginnend mit dem pässlichen Trauermarsch 'Decadimento Astrale', "lebhafter" werdend mit dem melodischen Fixpunkt 'Decadimento Astrale' und über ''Esilio Nell'Extramondo' hinweg, wo der Vierer den frühen Katatonia sehr nahe kommen ('… Oltregenesi … ist lediglich ein Zwischenspiel) und in Form von 'Incarnazione Della Conoscenza' auf denkbar schmerzlichste Weise ausklingend ist die Platte aber allein musikalisch abwechslungsreich genug, um jedes herbstlich gestimmte Hörergemüt zu "bespaßen".

FAZIT: Doom Death auf gehobenem Niveau mit einem Quäntchen Grusel-Atmo - ESOGENESIS sind darum sicherlich nicht einzigartig, aber eine willkommene Nuance in diesem Bereich.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 421x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Abominio
  • Decadimento Astrale
  • … Oltregenesi …
  • Esilio Nell'Extramondo
  • Incarnazione Della Conoscenza

Besetzung:

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