Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Forgetting The Memories: Known Darkness (Review)

Artist:

Forgetting The Memories

Forgetting The Memories: Known Darkness
Album:

Known Darkness

Medium: CD/Download
Stil:

Progressive Metalcore

Label: Long Branch / SPV
Spieldauer: 31:51
Erschienen: 23.08.2019
Website: [Link]

Tatsächlich veröffentlichen FORGETTING THE MEMORIES zwei Drittel der Songs ihrer aktuellen EP vorab als Singles, was auf ihr Anliegen bezogen tief blicken lässt: Die Band nutzt das Kurzformat, um auf möglichst breiter Ebene auf sich aufmerksam zu machen, nachdem ihr Debütalbum "Monophobia" 2016 mehr oder weniger unterging. Das hatte berechtigte Gründe, denn ihre Mischung aus fast stumpfem Deathcore und melodischen Momenten, die in ihrer Eleganz nie ans Format der Großen in diesem Bereich herankam (seien es Modern-Proggies wie Periphery und TesseracT oder Metalcore-Institutionen wie Killswitch Engage) dürfte vielen Fans zeitgenössischer Extrem-Kost zu kompromissbehaftet gewesen sein.

Mit "Known Darkness" begeht das Quintett den Fehler, seine Rezeptur kein bisschen zu verändern, und auch wenn das einerseit svon Konsequenz zeugt, hat es die beiden Komponenten ihres Stils nur unwesentlich besser aufeinander abgestimmt. Die Leistung von Frontmann Bastian Kempe und Bassist Lukas Olsson, die sich das Geschrei und Gebrüll zwischen den klar gesungenen Refrains teilen, ist nicht zu beanstanden, wohingegen es nach wie vor auf der kompositorischen Seite hapert. FORGETTING THE MEMORIES verkleben scheinbar willkürlich Blastbeats, verquere Stakkato-Rhythmen und post-rockig im Hintergrund flirrende Gitarrenmotive zu einer jeweils drei bis verminütigen Klangkulisse, von der trotz dieser Kürze wirklich gar nichts im Gedächtnis haften bleibt.

Dazu wirken nämlich selbst die gewollt hymnischen Refrains zu abgedroschen. Unabhängig davon begreift man auch gar nicht, was die Combo einerseits so wütend macht und andererseits dazu veranlasst, das brutale Einerlei mit luftig poppigem Singsam zu durchsetzen.

FAZIT: An "Known Darkness" dürften lediglich beinharte Core-Fanatiker ohne Anspruch an sinnvolles Songwriting Gefallen finden. FORGETTING THE MEMORIES bleiben eine Kapelle, die ohne Sinn, Verstand und überhaupt das Bedürfnis, irgendetwas Konstruktives auszusagen, einem Sound nacheifert. Die EP ist wenig mehr als "going through the motions" mit dem, was sich die Musiker offensichtlich von ihren Idolen abgeschaut haben, ohne es zu kapieren, geschweige denn selbst so zu empfinden, dass sie dieses Zeug und nichts anderes spielen müssen.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 344x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 5 von 15 Punkten [?]
5 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Laurentius
  • Fathomless
  • Heartfeeder
  • Soul Drift
  • Cult
  • Delirium

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Was kommt aus dem Wasserhahn?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!