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Übergang: Evolution (Review)

Artist:

Übergang

Übergang: Evolution
Album:

Evolution

Medium: CD/Download
Stil:

Hardcore

Label: Demons Run Amok
Spieldauer: 35:24
Erschienen: 31.05.2019
Website: [Link]

ÜBERGANG mussten sich an empflindlichen Punkten in ihrer Besetzung personell neu aufstellen: Hinzugekommen sind gleich zwei neue Gitarristen (Andor Arnhold und Sven Vaupel) sowie Schlagzeug-Dynamo Louis Schaffert, alle drei unbeschriebene Blätter und anscheinend nichtsdestoweniger ins Bandgefüge passende Musiker mit hörbaren Qualitäten. Mit ihrem sinnig betitelten neuen Album wollten die Göttinger anscheinend nichts dem Zufall überlassen, und der Titel "Evolution" zeugt von dieser neuen Entschlossenheit.

Die Weiterentwicklung, die dem Album seinen Namen gibt, ergab sich aber spürbar nicht durch Zwang, sondern mehr oder weniger von selbst. ÜBERGANGs Debüt "Zeichen der Zeit", das im Herbst 2017 beim selben Label wie der aktuelle Longplayer der Truppe erschien, war ein typischer Einstand mit erwartbaren Schwächen, dem es entschieden an Eigenständigkeit mangelte, wohingegen "Evolution" in allen Belangen reifer wirkt - in kompositorische, spielerischer und vor allem auch inhaltlicher Hinsicht.

Frontmann Sebastian Walkenhorst hat sich beim Verfassen seiner Texte anscheinend besonders engagiert ins Zeug gelegt. Hinter martialischen Titeln wie 'Kampfgeist', 'Brot & Spiele' oder 'Blutgetränkt' verbergen sich teilweise bitterböse Anklagen gegen gesellschaftliche und politische Missstände, wobei der Sänger nie von jenem schmalen Grat abrutscht, der zwischen glaubwürdiger Besorgnis mit konstruktiven Ansätzen und plump mahnendem Fingerzeig verläuft. Die Themen, die abgehandelt werden, sind gleichwohl vorhersehbar (Sexismus, Faschismus), was gleichwohl nichts an ihrer Relevanz ändert.

Musikalisch machen ÜBERGANG Nägel mit Köpfen und schrauben die ihrer Hörer im Akkord ab. Ausgehend vom eröffnenden Video-Track 'Angst vs. Kraft' entspinnt sich ein kurzweiliger Reigen auf drückenden Midtempo-Groovern und flotten, geradezu virtuosen Metal-Abfahrten und eindrucksvollen Gitarrensolos, die neben traditionellen Hardcorelern auch und gerade alte Thrasher ansprechen dürften

"Evolution" wurde übrigens von niemand Geringerem als Guano-Apes-Drummer Dennis Poschwatta gemastert; bei Musikern in der Universitätsstadt bleibt quasi alles in der Familie, egal welcher Szene man angehört; Spartentrennung ist ohnehin Unsinn …

FAZIT: Mit "Evolution" stehen die Zeichen bei ÜBERGANG auf Sturm. Das zweite Album etabliert die Band als eine der führenden in Deutschland, wenn es um metallischen Hardcore geht.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 527x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Angst vs. Kraft
  • Brot & Spiele
  • Bis zum Limit
  • Im Auge des Sturms
  • Niemals zurück
  • Spiegelbild
  • Kampfgeist
  • Blutgetränkt
  • Am Ende
  • Neue Ufer

Besetzung:

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