Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Dirty Streets: Rough and Tumble (Review)

Artist:

Dirty Streets

Dirty Streets: Rough and Tumble
Album:

Rough and Tumble

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Classic Rock

Label: Alive Naturalsound
Spieldauer: 34:57
Erschienen: 31.07.2020
Website: [Link]

Bei DIRTY STREETS sprechen wir von einem muskulös aufspielenden Trio aus Memphis im US-Bundesstaat Tennessee, wo sogenannter Roots Rock im Allgemeinen hoch im Kurs steht. Selbigen spielt der Dreier auch, und "Rough and Tumble" bietet acht Auszüge aus drei von insgesamt vier bisherigen Studioalben der Combo, ergänzt um Interpretationen der Lieder 'Walk a Mile in My Shoes' und 'Tell The Truth' von Singer-Songwriter Joe South.

Das etwas länger als eine halbe Stunde dauernde Unterfangen entstand im Rahmen einer Aufnahme für den Streaming-Dienst DittyTV und zeichnet sich als Session-Mitschnitt durch sein intimes Flair aus.

Der stolpernde Groove von 'Good Pills' und 'Try to Remember, das "call and response"-Prinzip, nach dem die Band in mehreren Songs die Vocals und Gitarrenmelodien arrangiert, die Erzählungen epischer Geschichten gleichenden Solos … All dies weist fast schon plump darauf hin, dass die Mitglieder zuvorderst von "Britain's Finest" Led Zeppelin inspiriert wurden; das kann ansonsten alles und nichts bedeuten, weil im Grunde keine Genre-Band vom Einfluss dieser Legende befreit ist, doch so sklavisch, wie sich die Amerikaner an Page, Plant, Bonham und Jones orientieren, kommt man nicht umhin, dieser Inspiration eine tragende Rolle für ihren Sound zuzuschreiben.

Den relaxten 'Tell the Truth' kann man andererseits inklusive seines chromatisch aufsteigenden Licks getrost einen Southern-Rock-Charakter bescheinigen, derweil 'The Voices' Country-Gefilde schrammt, und auch 'Take a Walk' macht mit funky schmatzendem Wah-Wah-Effekt keinen Hehl daraus, dass DIRTY STREETS in Wirklichkeit doch nicht aus dem Vereinigten Königreich stammen, sondern Landsleute von Jimi Hendrix sind.

Der grundsätzlich kratzige Ton von Sechssaiter Justin Toland (gilt übrigens ausdrücklich nicht für seine Stimme) macht sich speziell im beschwingten 'Itta Benna' bemerkbar, und ob man ihn mag oder nicht: Er unterstreicht lediglich, dass es sich bei diesem Release um eine authentische Live-Aufnahme handelt.

FAZIT: Eine Nabelschau in Live-Form, die sich zum Kennenlernen einer gediegenen Classic-Rock-Band aufdrängt - "Rough and Tumble" gefällt als nicht sonderlich eigenständiger, aber souverän durchgezogener Vintage-Rock-Verschnitt mit Soul- und Folk-Momenten; für "Neueinsteiger" bietet sich das jubilierende 'Think Twice' zum Erstkontakt mit DIRTY STREETS an.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 441x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Good Pills
  • Tell the Truth
  • Walk a Mile in My Shoes
  • Itta Benna
  • Can't Go Back
  • Think Twice
  • Take a Walk
  • Try to Remember
  • The Voices
  • On the Way

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Was kommt aus dem Wasserhahn?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!