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Eremic: Transform (Review)

Artist:

Eremic

Eremic: Transform
Album:

Transform

Medium: CD/Download
Stil:

Thrash Metal

Label: Kernkraftritter
Spieldauer: 46:20
Erschienen: 24.04.2020
Website: [Link]

Warum liest der Rezensent den Namen dieser Band beim Überfliegen ständig als "emetic" für "Brechreiz erregend"? Kein gutes Omen …

Sei es drum: Zumindest einen Achtungserfolg erzielten EREMIC bereits vor fünf Jahren (die Schaffenspause bis jetzt war definitiv zu lang für einen Newcomer) mit ihrer Debüt-EP "I", also kann man einerseits verstehen, weshalb die Gruppe das gesamte darauf enthaltene Material für ihren ersten Longplayer ebenfalls berücksichtigt hat; andererseits ist so viel Zeit ins Land gezogen, dass sie sich diesbezüglich ein bisschen faul aus der Affäre zu ziehen sucht

Außerdem reden wir im Zusammenhang mit EREMIC beileibe nicht über höhere Musikwissenschaft, sondern gediegenen Thrash Metal, der sowohl von jüngeren als auch traditionellen Ausformungen des Genres zehrt. Was erstere betrifft, haben die Mitglieder offensichtlich einen Narren an der Mittneunziger-Szene gefressen, die gut und gerne mit Hüpf-kompatiblen Grooves jonglierte.

Dennoch ist "Transform" kein reinrassiges "Modern"-Metal-Album, denn so gesehen ist das hohe Maß an Melodien, durch das sich die enthaltenen Stücke auszeichnen, fast schon "retro" - gerade weil Thrash heutzutage für die meisten aufstrebenden Combos bedeutet, wüst zu knüppeln und zu schreien, Riffs aneinanderzuhängen und wenig mehr zu bieten als den vertrauten Sound, also keine nachhaltigen Kompositionen.

Allzu Beliebiges stellen leider auch EREMIC zur Diskussion, doch bei ihrem Langspiel-Einstand handelt es sich ausdrücklich nicht um eine schlechte Platte - bloß fehlen ihr abgesehen davon, dass weder Frontmann Raphael noch seine Hintermannschaft gesanglich bzw. spielerisch eine eigene Kennung an den Tag legen, schlicht und ergreifend jene Hooks, die andere Releases in letzter Zeit ansatzweise bemerkenswert (und auf längere Sicht hin interessant) gemacht haben.

FAZIT: "Nur" guter, etwas gesichtsloser Thrash Metal, der linear entlang der Ränder des vorherrschenden Zeitgeists wütet.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 411x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Red
  • Away
  • Deep Down
  • Soul Decay
  • Machine Soul
  • Living A Lie
  • Burn
  • Membrane
  • Exploitation
  • Cages
  • Zombie

Besetzung:

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