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Huey Lewis And The News: Weather (Review)

Artist:

Huey Lewis And The News

Huey Lewis And The News: Weather
Album:

Weather

Medium: CD/LP/Download/Do-CD
Stil:

Pop, Funk, Soul, Rock, Country

Label: BMG
Spieldauer: 26:05
Erschienen: 14.02.2020
Website: [Link]

Was ist das nur für ein beschissenes Wetter.
Ständig trübe, regnerisch, kalt – und gerade gibt’s auch noch eine Orkan-Warnung.
Aber es gibt auch ein paar sonnige Wetter-Aussichten. Die erlebt man allerdings nicht vorm Fenster, sondern auf seinem Plattenteller, wenn sich dort „Weather“ dreht. Das überraschende musikalische Lebenszeichen von HUEY LEWIS, der noch 1979 gemeinsam mit seinen HIS NEWS und der ein wenig süchtig machenden Hitnummer „I Want A New Drug“ weltbekannt wurde. Schnell aber legte sich der Trubel um ihn und er versank spätestens seit seinen völlig unbeachteten letzten beiden Alben „Plan B“ (2001) und „Soulsville“ (2010) in musikalischer Bedeutungslosigkeit. Als Schauspieler aber blieb er erfolgreicher und dann schien es auch noch nach Lewis' Gehörverlust im Frühjahr 2018 wortwörtlich still um ihn zu werden.

Völlig überraschend kehrt er nun mit „Weather“ wieder auf die musikalische Bühne zurück und legt ein insgesamt recht beeindruckendes, aber nicht wirklich umwerfendes Soul-Pop-Album, das deutlich an seinen Erfolgen in den 80er-Jahren anknüpft, vor. „Back to the own roots“ als Motto und damit zurück in die Zeiten von „Sports“ (1983), „Fore!“ (1986) und „Small World“ (1988).
Völlig unverständlich ist allerdings, dass gerade die Vinyl-Version von der Gestaltung und der Laufzeit (26:05 Minuten) extrem spärlich ausgefallen ist, sodass alle Lewis-Freunde besser auf die umfangreiche Doppel-CD-Deluxe-Variante zurückgreifen sollten.

In den sieben neuen Songs knüpfen breit und pop-bombastisch instrumentiert HUEY LEWIS AND THE NEWS an die alten souligen Zeiten an und auch die raue Lewis-Stimme ist noch immer unverkennbar. Textlich dümpelt alles jedoch an der Liebe-Friede-Leid-Lust-Eierkuchen-Front herum und wartet mit solch „schwerwiegenden“ Erkenntnissen wie „Her Love Is Killin' Me“ oder „Pretty Girls Everywhere“ auf. Es geht um Lust und Leidenschaft – und so klingt auch die von poppigen Funk- und Soul-Melodien geprägte Musik auf „Weather“ – ein echtes Schönwetter-Album. Allein 18 Musiker sind an dem kurzen Album beteiligt und verpassen den Nummern oftmals durch das vielfältige Gebläse und ausgiebige Percussion eine soul-funkige Pop-Grundstimmung. Doch auch Country- und Rockabilly-Klängen wird gehuldigt, wenn es am Ende der Platte erst um die hübschen Mädchen und dann den einen besonderen Jungen geht. Ein seltsames, unerwartetes Ende.
Das alles wurde auf Vinyl noch dazu durch den Meister aller Klang-Klassen BOB CLEARMOUNTAIN in ein hervorragendes Sound-Gewand gekleidet. Man bedauert im Grunde schon nach ein paar Minuten solchen Schönklangs als einziges die Tatsache, dass es diese LP leider nur auf eine EP-Laufzeit bringt.

19 Jahre dauerte es, um wirklich neue Songs von Huey Lewis präsentiert zu bekommen. Doch wenn am Ende dabei auch nur sieben Titel herauskamen, die verdammt retro klingen, so sind sie jeder für sich doch eine kleines Lewis-Meisterstück. So viel zu den positiven Wetternachrichten aus dem Hause HUEY LEWIS AND THE NEWS!

FAZIT: Nach 19 Jahren überraschen HUEY LEWIS AND THE NEWS mit einem sehr kurz geratenen Longplayer. Doch selbst wenn das „Weather“-Album nicht einmal eine halbe Stunde frischen Soul-Funk-Pop mit ein paar Rock- und Country-Anleihen zu bieten hat, so verbreitet es doch eine rundum sonnige Stimmung.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 798x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • Seite A (15:34):
  • While We're Young (3:45)
  • Her Love Is Killin' Me (3:41)
  • I Am There For You (4:13)
  • Hurry Back Baby (3:55)
  • Seite B (10:31):
  • Remind Me Why I Love You Again (3:20)
  • Pretty Girls Everywhere (3:23)
  • One Of The Boys (3:48)
  • Tracklist "Weather" - 2CD Deluxe-Edition
  • CD 1
  • 01. While We’re Young
  • 02. Her Love Is Killin’ Me
  • 03. I Am There For You
  • 04. Hurry Back Baby
  • 05. Remind Me Why I Love You Again
  • 06. Pretty Girls Everywhere
  • 07. One Of The Boys
  • CD 2 
  • 01. Do You Believe in Love 
  • 02. Hope You Love Me Like You Say You Do 
  • 03. Workin' for a Livin' 
  • 04. The Heart of Rock & Roll 
  • 05. Walking on a Thin Line 
  • 06. Back in Time 
  • 07. Hip to Be Square 
  • 08. Jacob's Ladder 
  • 09. Small World (Part One) 
  • 10. It Hit Me Like a Hammer 

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Ralf
gepostet am: 09.02.2020

Da hat der Rezensent es wohl versäumt sich vorher richtig zu informieren.... Huey Lewis ist an einer Krankheit erkrankt die ihn phasenweise taub macht. Er wird wohl weder nochmal live performen noch jemals neue Musik machen können. Bei diesen 7 Songs handelt es sich schlichtweg um die Titel, die die Band bis zu Hueys Erkrankung fertigstellen konnte und die nun dem Fan zugänglich gemacht werden. Kein Grund zum Meckern, gell???
Thoralf Koß
gepostet am: 10.02.2020

Hat der Rezensent von einem "dauerhaften Hörverlust" geschrieben, Ralf? Mir war die Info aber sehr wichrtig, weil solche Krankheit für einen Musiker ja als Höchststrafe gilt. Übrigens hatten wir sogar ein Interview-Angebot mit Huey Lewis, das wir leider zeitlich nicht wahrnehmen konnten. Also glaube ich noch nicht ganz daran, dass er nie wieder auf Tour gehen wird. Lassen wir uns einfach mal überraschen.
Ralf
gepostet am: 10.02.2020

Sorry Thoralf, habe ich überlesen. Finde trotzdem, dass durch diesen Hintergrund die Rezension hinsichtlich der Albumlänge nicht soooo fair ausgefallen ist. Aber im Prinzip hast Du ja auch insoweit recht, dass zwischen Plan B und heute 19 satte Jahre liegen, in denen eventuell mehr Titel hätten rausspringen können. "Pretty Girls Everywhere" ist übrigens eine Cover-Version, kein eigener Titel. Hoffen wir das Beste.... Huey Lewis & The News waren immer ein besonderer Teil meines Musikliebhaber-Leben....
Phil
gepostet am: 12.02.2020

Also kein Longplay, sondern ein Shortplayer. Wortwahl ist alles.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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