Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Red Moon Architect: Emptiness Weighs the Most (Review)

Artist:

Red Moon Architect

Red Moon Architect: Emptiness Weighs the Most
Album:

Emptiness Weighs the Most

Medium: CD/Download
Stil:

Doom / Death Metal

Label: Noble Demon / Edel
Spieldauer: 47:19
Erschienen: 23.10.2020
Website: [Link]

Schwermütiger, Keyboard-getränkter finnischer Doom wie am Reißbrett entworfen: RED MOON ARCHITECT machen der Metal-Tradition ihrer Heimat mit "Emptiness Weighs the Most" keine Schande und bezüglich ihrer ausgesuchten Stilistik vieles richtig - zu viel vermutlich.

Das dritte Album der 2011 gegründeten Band bietet alles, was das melancholische Herz zwischen zwei Swallow-The-Sun- oder Before-The-Dawn-Platten begehrt: tief fliegende Riffs der stampfenden Sorte, einen tief knurrenden Growler, der lustigerweise stark nach Chris Barnes auf Six Feet Unders "Maximum Violence" klingt, Synthesizer-Teppiche und simple, aber effektive zweistimmige Gitarrenleads, nicht zu vergessen melodischen Gesang, für den allerdings nicht Frontmann Ville Rutanen im Wechsel mit seinem Gebrüll zuständig ist, sondern Anni Valkonen, die sonst keine Funktion innerhalb der Besetzung einnimmt.

Die aufbrausenden und zerbrechlich ruhigen Passagen folgen in vorhersehbarer Weise aufeinander, wobei die sterile Produktion, in deren Rahmen die Riffs der beiden Gitarristen und die Beckenschläge von Drummer Saku Moilanen (er spielt auch das Tasteninstrument - Sample-Alarm auf der Bühne …) wie zu Tode komprimiert anmuten, den unpersönlichen Charakter des Sextetts lediglich unterstreichen.

Dass der Stimme der Sängerin jegliches Charisma fehlt, passt genauso ins Bild einer Fließband-Kapelle wie das völlige Ausbleiben denkwürdiger Melodien oder Hooks anderer Art. Alles hört sich korrekt und versiert an, kreuzbrav und völlig austauschbar.

FAZIT: Wie man Gothic Doom, falls man diesem Begriff keine Schande tut, indem man RED MOON ARCHITECT stilistisch damit einordnet, inklusive weiblichen Vocals traditionell und dennoch halbwegs interessant gestalten kann, demonstrieren dieser Tage u.a. Draconian. "Emptiness Weighs the Most" hingegen wird wieder vergessen, kaum dass der letzte der acht Trauerklöße (Intro nicht mitgerechnet) darauf übers Ziel gerollt ist.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 645x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Hidden
  • Chained
  • Rise
  • Dethrone The Darkness
  • One Shines Brighter
  • Muse
  • Into The Light
  • Reform
  • My Beloved

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Vervollständige: Wer anderen eine ___ gräbt, fällt selbst hinein.

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!