Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

SL Theory: Cypher (Review)

Artist:

SL Theory

SL Theory: Cypher
Album:

Cypher

Medium: CD/Download
Stil:

Melodic Rock

Label: ROAR! / Soulfood
Spieldauer: 58:43
Erschienen: 18.10.2019
Website: [Link]

Zwar haben SL THEORY nun bereits drei Alben mit okayem AOR und leichten Prog-Ausschlägen herausgebracht, aber nicht auf breiter Ebene von sich reden gemacht … was einen guten Grund hat, wie ihr jüngstes Werk verdeutlicht. Die Kompositionen des Sextetts erreichen zu keiner Zeit das Niveau der Platzhirsche Boston, ELO und Styx, wobei es die Arrangements auch nicht mit der Opulenz der ausgewiesenen Vorbilder der Beteiligten aufnehmen können. Zudem scheint es sich stilistisch nicht festnageln lassen zu wollen und stellt sich damit selbst ein Bein.

Mutigerweise beginnen SL THEORY den Reihen mit einem fast viertelstündigen Longtrack und verschießen darin - dummerweise - ihr gesamtes kreatives Pulver. 'The Life And Death Of Mr. Ess' ist der Höhepunkt der Scheibe, aber ebenfalls nicht stimmig konzipiert worden.

Die vereinzelten Blues- und Funk-Gesten, zu denen sich SL-THEORY noch dazu hinreißen lassen, wirken im größtenteils betulich melodischen Treiben wie Fremdkörper und unterstreichen den durchwachsenen Eindruck zusätzlich, den die Combo hinterlässt. Für recht erfahrene Musiker, die nicht ihre erste Visitenkarte abgeben, sind solche Schlenker eigentlich Fauxpas, weil sie Orientierungslosigkeit suggerieren, und falls man damit wunders wie originell sein möchte, geht der Schuss nach hinten los.

'Devil’s Suites', 'Table’s Turned' und 'Anyone, Anymore' sind neben 'Grave Danger' die sonstigen Ankerpunkte der Platte. Hier wähnt man sich beim Durchstöbern der B-Seiten Archive der Genannten, und wer ein paar nostalgische Vibes erleben möchte, kann das wenigstens für kurze Zeit mit "Cipher" tun. Den Langzeittest besteht das Album leider nicht, weil sich das Bild der Mitglieder als Nicht-Überzeugungstäter mit zu hohen bzw. ungenauen Ambitionen nicht abschütteln lässt.

Kurzum handelt es sich um eine oberflächliche, wenn auch hübsch gemachte Klangtapete für AOR-Fans, die es manchmal etwas komplexer wollen.

FAZIT: "Cipher" ist nichts weniger als durchschnittlicher Melodic Rock mit einigen vertrackten Parts, die nicht als besonders aufregend ins Gewicht fallen und die paar halbwegs Hit-verdächtigen Hooks, die SL THEORY mitunter auf die Reihe bekommen, obendrein auf ärgerliche Weise relativieren.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 407x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 8 von 15 Punkten [?]
8 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • The Life And Death Of Mr. Ess
  • You Never Happened
  • Devil’s Suites
  • Table’s Turned
  • Grave Danger
  • If It Wasn’t For You
  • Anyone, Anymore
  • If You Saw Me Dead
  • Silence And Loneliness
  • A Song About Nothing
  • Happy
  • If You Saw Me Dead (Alt Version) [Bonustrack]

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

  • Cypher (2019) - 8/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Welches Tier bellt?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!