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Smackbound: 20/20 (Review)

Artist:

Smackbound

Smackbound: 20/20
Album:

20/20

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Melodic Metal

Label: Frontiers Music Srl.
Spieldauer: 40:37
Erschienen: 12.06.2020
Website: [Link]

Sicherlich hat sich das italienische Label Frontiers Music in der Vergangenheit nicht unbedingt in Sachen Metal-Veröffentlichungen einen Namen gemacht, war die Kernkompetenz der Crew um Label Chef Serafino Perugino eben deutlich mehr im Bereich Melodic Rock / AOR zu finden. Mittlerweile jedoch haben die Italiener scheinbar einen Scout in ihren Reihen, der sich im Bereich des Metal umtut und so in letzter Zeit des Öfteren für Überraschungsmomente sorgt.

Die Finnen von SMACKBOUND sind ein solcher Moment. Neben den vielen Projekten aus dem Hause Frontiers gibt es hier eine wirkliche Band auf die Ohren, die fernab von Retortencombos agiert. Zwar ist die Mannschaft nicht gänzlich unbekannt - Gitarrist Teemu Mäntysaari beispielweise griff bereits für WINTERSUN in die Saiten, Drummer Rolf Pilve kennt man noch aus seiner Zeit bei STRATOVARIUS und THE DARK ELEMENT, Keyboarder Vili Itäpelto legte bereits für TRACEDAWN seine Klangteppiche, Tuomas Yli-Jaskari spielte bereits Bass bei TRACEDAWN - das Ergebnis jedoch klingt umwerfend frisch und beweist jenen Killerinstinkt, der vielen Projekten schlicht abgeht.

Hinzu kommt, dass mit Netta Laurenne eine Dame vor das Mikrofon tritt, die es nach erstem Eindruck locker mit Noora Louhimo von BATTLE BEAST aufnehmen kann, ein Mega Talent und ein echter Glücksgriff. Laurenne klingt in allen Registern ihrer beachtlichen Range druckvoll und sonor, einen Abfall im oberen Tonbereich ist nicht zu erkennen, hinzu kommen die perfekt auf ihre Stimme abgestimmten Kompositionen.

„Wall Of Silence“ eröffnet das Album mit einer Hochgeschwindigkeitsnummer, die ab der ersten Sekunde das gesamte Potential der Band darlegt, gesanglich ist der Track zudem extrem anspruchsvoll und verdeutlicht die Fähigkeiten der Frontlady. Mehr davon!
„Drive It Like You Stole It“ als pumpende Metal-Boogie Nummer ist eines der absoluten Highlights des Longplayers, ein Track für die Playlist einer Mittsommer Spritztour, die für zusätzliche Hitzewallungen sorgt, während der Fahrtwind längst die Funktion der völlig überforderten Klimaanlage übernommen hat.

„Close To Sober“ als Midtempo-Track nimmt etwas die Fahrt heraus, ohne die Spannung zu verlieren, „Run“ dreht danach aber wieder mächtig auf und beweist neben der Vielschichtigkeit der Komposition auch das Gespür der Band für großartige Melodien, Gleiches gilt für „The Game“ mit grandioser Gesangslinie und einer ebensolchen Gesangsleitung.

Mit „Those Who Burn“ gibt es das härteste Brett des Longplayers, denn während die Strophe noch relativ zahm ist, gelingt SMACKBOUND im Chorus wirkliches Metalfeeling, das provokante „Hey Motherfuckers“ im Anschluss und das hoppelnde „Troublemaker“ bilden zusammen mit „Those Who Burn“ den härteren Mittelteil des Albums. „Date With The Devil“ und die große Ballade „Wind And Water“ beenden ein Debüt, das keine Wünsche offenlässt.

FAZIT: SMACKBOUND liefern mit ihrem Erstlingswerk „20/20“ einen perfekten Einstand ab. Netta Laurenne als Sirene par excellence veredelt ein ohnehin schon toll komponiertes und produziertes Werk und hebt das Album auf ein Niveau, das weit über dem Durchschnitt anzusiedeln ist. Ein Metal-Werk aus dem Hause Frontiers, dem das Prädikat „besonders wertvoll“ verdientermaßen zuerkannt werden darf.

Stefan Haarmann - Stellv. Chefredakteur (Info) (Review 4219x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
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  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 14 von 15 Punkten [?]
14 Punkte
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Tracklist:
  • Wall Of Silence
  • Drive It Like You Stole It*
  • Close To Sober
  • Run
  • The Game*
  • Those Who Burn
  • Hey Motherfuckers
  • Troublemaker
  • Date With The Devil
  • Wind And Water*
  • *Anspieltipp

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

  • 20/20 (2020) - 14/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
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