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Stardust: Highway To Heartbreak (Review)

Artist:

Stardust

Stardust: Highway To Heartbreak
Album:

Highway To Heartbreak

Medium: CD/Download
Stil:

AOR / Melodic Rock

Label: Frontiers Music Srl.
Spieldauer: 52:07
Erschienen: 09.10.2020
Website: [Link]

Legt man das Debüt der Frontiers Neuentdeckung STARDUST unvoreingenommen in den Player, kommt beim ersten Hören der Verdacht auf, hier eine etablierte britische oder amerikanische Band des Genres vor sich zu haben. Dass die Jungs, die das italienische Label auf Empfehlung von Fans unter Vertrag genommen hat, aus der ungarischen Hauptstadt Budapest stammen, ist die erste, faustdicke Überraschung. Doch damit nicht genug. Neben stimmiger Produktion und überdurchschnittlichem Songwriting überzeugt vor allem die Stimme des Frontmanns Adam Stewart, dessen Organ irgendwo zwischen STEVE PERRY (JOURNEY) und STEVE OVERLAND (FM) zu verorten ist.

Bei der Produktion der Scheibe ging Frontiers aufgrund des enormen Potentials der Band auf Nummer sicher und verpflichtete mit Mark Spiro (BAD ENGLISH, HOUSE OF LORDS, GIANT) und TOMMY DENANDER zwei echte Schwergewichte des Genres, die zudem auch bei einigen Songs als Co-Autoren mitgeschrieben haben.

Der Start des Longplayers gelingt mit „Runaway“ stimmig, wobei es bessere Opener im weiteren Listing gegeben hätte. Schwebende Keyboards zu etwas dezent gemixten Gitarren, dazu eine passable Komposition mit netter Hook kennzeichnet die Nummer, die gefolgt wird von „Heartbreaker“, der Cover-Version des PAT BENATAR Hits aus dem Jahr 1979, der etwas eckiger als das Original präsentiert und um eine Solopassage mit merkwürdiger Stimmführung ergänzt wird. Dieses Potpourri ergibt den schwächsten Titel der Platte – eine Version, die es nicht gebraucht hätte.

Zum Glück wird es anschließend wieder deutlich besser und eigenständiger. „Bullet To My Heart“ mit grandioser Strophe und einer Bridge, die Anleihen bei LAURA BRANIGANs „Self Control“ macht, leitet über in einen typischen 80er Jahre AOR Monsterchorus mit sauberem Gitarrensolo – ein Signature-Track, der den BENATAR Ausrutscher mehr als wettmacht. „Perfect Obsession“ überzeugt als klassische Midtempo Ballade mit Southern Rock Vibes im Stil der EAGLES, wobei auch hier die Stimme Stewarts solche Vergleiche impliziert.

„2nd Hand Love“ groovt und rockt perfekt. Der Titel erinnert in seiner Konzeption an Steve Overlands Melodic Rocker FM, gefolgt von „Shout It Out“ mit dominantem Keyboard zu treibenden Rhythmen der Stromgitarren. Zur Halbzeit gibt es mit „Can’t Stop Loving You“ das Highlight der Scheibe. DEF LEPPARD und FOREIGNER, deren Einflüsse hier deutlich wahrnehmbar sind, hätten diesen Titel sicher nicht als Outtakes verschimmeln lassen – eine perfekt konzipierte Melodic Rock Nummer. „Eye To Eye“ als rockiger Stampfer mit tollem Gitarrensolo zeigt zusammen mit „Hey Mother“ die kantigeren Ansätze des Albums, während „Blue Jeans Eyes“ und das bluesige „The River Is Rolling“ den perfekten Abschluss eines starken Longplayers bilden.

FAZIT: STARDUST aus Budapest sorgen mit ihrem starken Debüt „Highway To Heartbreak“ für eine echte Überraschung im Segment des AOR / Melodic Rock, den man nicht viel besser machen kann. Tommy Denander und Mark Spiro gaben dem Album hörbar den letzten Feinschliff, ohne die Ursprünglichkeit der Jungspunde einzuengen. STARDUST sollten in dieser Form auch in Zukunft weit mehr als nur Sternenstaub sein.

Stefan Haarmann - Stellvertretender Chefredakteur (Info) (Review 1444x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Runaway
  • Heartbreaker (Pat Benatar Cover)
  • Bullet To My Heart*
  • Perfect Obsession*
  • 2nd Hand Love
  • Shout It Out*
  • Can’t Stop Loving You*
  • Eye To Eye
  • Hey Mother
  • Blue Jeans Eyes (Bonus Track)
  • The River Is Rollin’
  • *Anspieltipp

Besetzung:

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