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Ted Russell Kamp: Down In The Den (Review)

Artist:

Ted Russell Kamp

Ted Russell Kamp: Down In The Den
Album:

Down In The Den

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Americana/Country

Label: PoMo Records
Spieldauer: 57:13
Erschienen: 24.07.2020
Website: [Link]

TED RUSSELL KAMP gehört zu jenen Leuten, die durch und durch vom Musik-Virus infiziert sind: Der gebürtige New Yorker, der seit bald zwanzig Jahren in Kalifornien lebt, schreibt und singt seine eigenen Songs, produziert Alben und betreibt ein eigenes Studio. Als Multi-Instrumentalist – zur Hauptsache jedoch als Bassist – steht er sowohl als Frontmann mit seiner eigenen Band als auch als Sideman auf amerikanischen und europäischen Bühnen. So zum Beispiel spielt KAMP seit gut fünfzehn Jahren Bass in SHOOTER JENNINGS Band.

Down In The Den“ ist bereits KAMPS zwölftes eigenes Album. Mit vierzehn reich instrumentierten Songs und einer fast einstündigen Laufzeit ist es ein äußerst vielseitiges und abwechslungsreiches Werk, für das zudem in der Gästeliste weit über dreißig Namen aufgelistet werden: Allein für das Schlagzeug nennt sie neben Jamie Douglass sechs weitere Musiker, und für zusätzliche Gesangsparts sind weitere dreizehn Namen aufgeführt.

Den Opener zum Beispiel bestreitet KAMP zusammen mit SHOOTER JENNINGS. „Home Sweet Hollywood“ ist ein eingängig-rockender Song über die zwiespältigen Gefühle ihrer beiden Heimatstadt gegenüber: „They say it's the City of Angels, but it's the belly of the beast“. In der für europäische Ohren ziemlich amerikanisch-rührseligen Country-Pop-Ballade „Take My Song With You“ zum Abschluss des Albums gehören wesentliche Gesangsparts KIRSTEN PROFFIT von CALICO THE BAND.

Dazwischen findet sich bluesig Angehauchtes („Have Some Faith“), kurze, zum Tänzchen animierende Ausflüge nach Louisiana („Waste A Little Time With Me“ und „Hobo Nickel“) oder das hübsch in Dave Edmunds-Manier rockende „The Good Part“.

Ein besonderes Stück ist – immer noch – „Rainy Day Valentine“, das bereits auf dem 2015 erschienenen Album „The Low And Lonesome Sound“ zu hören war, ein Beinahe-A Capella-Song, will heißen: KAMPS Stimme über einer einfachen, zurückhaltenden Basslinie. Das Ganze dauert zwar über fünf Minuten, Langeweile kommt aber trotzdem nicht auf.

Einer der Songs mit Hit-Potential ist "Every Little Thing You Need": Zuerst wieder bloß Bass und Stimme, dann mit ganzer Truppe, wobei KAMP die Bläser-Sektion persönlich übernimmt und Derek Morris an den Tasten sowie Michael O’Connor an der Gitarre zu überzeugen vermögen. Das Stück klingt schließlich, choreografisch perfekt, mit Basstönen aus.



FAZIT: KAMP bezeichnet seine Musik selber als „nicht besonders zeitgemäß“. Damit liegt er richtig, was aber nichts an der Tatsache ändert, dass er mit „Down In The Den“ ein kurzweiliges und in allen Belangen solides Album vorlegt. Stilmäßig nicht eindimensional ausgerichtete Freunde von Country-Musik amerikanischer Prägung werden entzückt sein.

Dieter Sigrist (Info) (Review 387x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Home Sweet Hollywood 
  • Have Some Faith 
  • Waste A Little Time With Me 
  • Stick With Me 
  • Hold On 
  • Hobo Nickel 
  • Rainy Day Valentine 
  • The Good Part 
  • Word For Word 
  • My Turn To Cry 
  • Only Son 
  • Every Little Thing You Need 
  • Saint Severin 
  • Take My Song With You

Besetzung:

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