Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Theotoxin: Fragment: Erhabenheit (Review)

Artist:

Theotoxin

Theotoxin: Fragment: Erhabenheit
Album:

Fragment: Erhabenheit

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Black Metal

Label: Art Of Propaganda / Edel
Spieldauer: 44:36
Erschienen: 11.09.2020
Website: [Link]

Falls man an der Behauptung festhält, das dritte Album einer Band würde über ihr Gedeihen oder Verderben entscheiden, sind THEOTOXIN mit "Fragment : Erhabenheit" bestens aufgestellt, denn die Platte übertrumpft ihre beiden Vorgänger locker, ohne dass sich die Wiener in stilistischer Hinsicht hätten neu aufstellen müssen.

Die Mitglieder, die sich auch bei Zombie Inc., Anomalie und Selbstentleibung verdingen respektive verdingt haben, veröffentlichten ihren Erstling "Atramentvm" 2017 und im darauffolgenden Jahr "Consilivm", anschließend war hörbar länger Zeit für sorgfältiges Songwriting, woraus ihr bisher ausgereiftetes Werk entstanden ist.

Markus Stock (u.a. Empyrium, The Vision Bleak) hat als für Mix und Mastering Verantwortlicher einen gehörigen Teil dazu beigetragen, dass "Fragment: Erhabenheit" ein bereits rein akustisch intensives Stück Black Metal wurde; der Sound ist druckvoll und differenziert, aber gerade in den höheren Frequenzlagen noch wohlig kratzig, so wie es sich für diesen Stil gehört.

Und das die offensichtlich progressive Haltung der Band beim Songwriting dabei trotzdem gut zur Geltung kommt, stellt ein großes Plus dar, worüber andere ähnlich ambitionierte Combos nicht unbedingt verfügen. Was THEOTOXIN außerdem auszeichnet, ist ein scheinbar intuitives Gespür für flirrende Melodien, die den skandinavischen Black-Death der mittleren 1990er ins Gedächtnis rufen, während von schaler Nostalgie oder gar stumpfer Abkupferei trotzdem keine Rede sein kann.

Stücke wie das abwechselnd stampfende und nachgerade sinfonisch rasende 'Obscure Divinations' oder die siebeneinhalb Minuten von 'Through Hundreds of Years' ähneln unterdessen speziell aufgrund von Frontmann Ragnars Stimme an die amerikanischen Aufsteiger Uada, hinter denen sich die Österreicher im direkten Vergleich (welche ein Zufall, im Pazifischen Nordwesten stellt man dieser Tage auch Longplayer Nummer drei zur Diskussion …) verstecken müssen.

FAZIT: Sehr starker, verspielter Black Metal, der den Geist der "Sturm und Drang"-Jahre von Dissection, Sacramentum und Vinterland durch die Szene der Gegenwart jagt - THEOTOXIN müssen sobald wie möglich mit diesem Stoff Konzerte geben und gehen dann garantiert durch die Decke.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 586x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Golden Tomb
  • Obscure Divinations
  • Prayer
  • Through Hundreds of Years
  • Philosopher
  • Two Ancient Spirits
  • Sanatory Silence

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Wobei handelt es sich um keine Farbe: rot, gelb, blau, sauer

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!