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Vitam Aeternam: The Self-Aware Frequency (Review)

Artist:

Vitam Aeternam

Vitam Aeternam: The Self-Aware Frequency
Album:

The Self-Aware Frequency

Medium: CD/Download
Stil:

Black Metal / Neoklassik / Avantgarde / Experimental

Label: Crime Records
Spieldauer: 35:56
Erschienen: 23.10.2020
Website: [Link]

Den Sprechern des Labels Crime Records zufolge wurde man von der Bewerbung dieser Band regelrecht überrumpelt und musste sie unverzüglich unter Vertrag nehmen. Die Mitglieder von VITAM AETERNAM spielen auch in etlichen anderen Bands, die jedoch kaum jemandem namentlich geläufig sein dürften, außer vielleicht die norwegischen Doomer Funeral, bei denen Organist André Aaslie die Tasteninstrumente bedient.

Im Rahmen eines philosophischen Textkonzepts setzt sich das Kerntrio mit Fragen des Menschseins und Andauerns contra Vergänglichkeit im digitalen Zeitalter auseinander, was man beim Hören seines ersten Albums aber wie so oft in solchen Fällen zwar ausblenden kann, aber in Hinblick auf die Musik an sich berücksichtigen sollte, denn dies ist nichts weniger als anstrengend verkopft.

Dabei überfordern VITAM AETERNAM nicht einmal, sondern bleiben über weite Strecken ruhig, bloß dass sie fast nur mit unangenehmen Klängen arbeiten, sei es in Form von Dissonanzen, grellen Synthesizer-Sounds oder einfach nur enervierend schrillem Soprangesang. Ein paar elektronische Beats und kammermusikalische Parts der halbwegs harmonischen Sorte dazu, fertig ist ein erschlagendes Ganzes, dessen intellektueller Anspruch den kompositorischen Aspekt erdrückt.

Ulver hätten zu einigen Ideen, die Vordenker Jake Rosenberg für "The Self-Aware Frequency" hatte, sicherlich nicht nein gesagt, als sie Ende der 1990er an "Themes from William Blake's The Marriage of Heaven and Hell" arbeiteten, doch ob man wie bei jenem Doppeldecker auch hier wenigstens im Nachhinein einen roten Faden findet, um sich das verstiegene Ganze erschließen zu können, ist fraglich.

FAZIT: Im Augenblick stößt "The Self-Aware Frequency" in seiner Überambitioniertheit eher ab, und ein Reiz, sich eingehender mit den größtenteils gespreizt wirkenden Tracks zu beschäftigen, besteht nicht. Bis auf weiteres taugt sie als Soundtrack für einen im 18. oder 19. Jahrhundert spielenden Film, so wie es auch das Gesamtwerk des ewigen Enigmas Devil Doll tut, der wahrscheinlich stichhaltigsten Referenz, um VITAM AETERNAM irgendwo einzuordnen.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 396x gelesen, veröffentlicht am )

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  • Born
  • Coward
  • Becoming
  • Human
  • Arising
  • Death
  • God Machine
  • Transcending
  • Viral Idea

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