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Bad Wolves: Dear Monsters (Review)

Artist:

Bad Wolves

Bad Wolves: Dear Monsters
Album:

Dear Monsters

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Alternative Metal

Label: Better Noise
Spieldauer: 45:27
Erschienen: 29.10.2021
Website: [Link]

"Oh"-Chöre, programmatische Screams mit reichlich Post-Hardcore-Pathos und gezielt platzierte Growl-Parts bleiben die hauptsächlichen Zierperlen auf dem ohnehin schon bunten Modern-Rock-Kuchen von BAD WOLVES. Die wesentliche Einsicht, die man vom Hören ihres neuen Albums mitnimmt, besteht darin, dass der neue Sänger Daniel "DL" Laskiewicz (ehemals The Acacia Strain) dem ansonsten gleichgebliebenen Erfolgsrezept der Amerikaner etwas mehr Würze verleiht.

Der verspielte Stampfer ´Never Be The Same´ und das rollende ´On The Case´ klingen nach All That Remains oder StainD mit einer gewissen Deathcore-Attitüde, wobei es auf der rhythmischen Ebene insbesondere in ´Classical´ fast schon in Richtung Djent geht. ´Comatose´ scheint mal eben exaltierten Gesang der Marke Queen (!) zu Freddy Mercurys Hochzeiten mit Nu-Metal-Tiefbass-Riffs zu versöhnen - das funktioniert ganz gut -, wohingegen der Thrash-metallisch ballernde Opener ´Sacred Kiss´ eher straighter Natur und dementsprechend einfach zu durchschauen ist.

Unter dieser kalkuliert anmutenden Einfachheit leiden auch das unverholen poppig schwelgende Leichtgewichts-Doppel aus ´´Gone´´und ´Lifeline´ sowie die schwülstige Pathos-Ballade ´Wildfire´. Fast völlig indiskutabel ist die in den Strophen auf Akustikgitarren basierende Unpässlichkeit ´Springfield Summer´, die ihrem Titel entsprechend einen Tick zu sonnig ausfällt und zwischen dem Rest wie ein Fremdkörper anmutet; wie das mit dem Lagerfeuer-Flair richtig geht, demonstriert zum Schluss ´In the Middle´.

´If Tomorrow Never Comes´ erweist sich gemeinsam mit dem glaubhaft schmachtenden ´House Of Cards´ als Hit-Moment von "Dear Monsters", ehe man konstatieren darf, dass sich die Band im letzten Viertel noch einmal zu Hochform pusht.

FAZIT: BAD WOLVES´ dritter Longplayer strotzt vor Arena-Rock-Hooks, auf die Charts gebürsteten Kompositionen mit einem Mindestmaß an struktureller Frische abseits bewährter Pfade und einem Frontmann, dessen Charisma sich letztendlich als wertvollster Posten herausstellt. "Dear Monsters" zeigt in jedem Fall auch eine gereifte Band, die nicht mehr nur vor Kiddies auftreten kann.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 538x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
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  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Sacred Kiss
  • Never Be The Same
  • Lifeline
  • Wildfire
  • Comatose
  • Gone
  • On the Case
  • If Tomorrow Never Comes
  • Springfield Summer
  • House Of Cards
  • Classical
  • In The Middle

Besetzung:

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Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Rob
gepostet am: 29.10.2021

Du musst dir "Springfield Summer" als Standalone vorstellen. Subjektiv für mich der beste Song vom Album, den Rest brauch ich gar nicht.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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