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Eye of Purgatory: The Lighthouse (Review)

Artist:

Eye of Purgatory

Eye of Purgatory: The Lighthouse
Album:

The Lighthouse

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Death Metal

Label: Transcending Obscurity
Spieldauer: 35:49
Erschienen: 18.06.2021
Website: [Link]

Rogga Johansson …

Ächz.

Okay, wer jetzt noch nicht zum nächsten Review geklickt hat, hofft bei der Nennung von Schwedens (Gesamt-Death-Metals?) kreativstem musikalischen Kopf noch darauf, dass der Name nach einer längeren Durststrecke wieder für gehobene Qualität steht. EYE OF PURGATORY lassen tatsächlich aufatmen.

Die Band um Rogga, Ribspreader-Drummer Taylor Nordberg (hier auch Leadgitarre und Keyboards) und Bassist Jeramie Kling (Venom Inc.) der vor einiger Zeit bei Massacre ausgestiegen ist, spielt Riff-gewaltige, eher modern als Sunlight-ig produzierte Genre-Mucke, die vom guturralen, gut verständlichen Growling des Tausendsassas und gespenstischen Synthesizer-Parts lebt.

Die charakteristischen Tremolo-Melodien verbreiten Black-Metal-Stimmung, gezielt platzierte Breaks mit unverzerrten Gitarren sind der Dynamik von "The Lighthouse" ebenfalls zuträglich. Das Trio hat tendenziell längere Stücke komponiert, die etwa im Fall von ´Fornever To Awaken´ einen epischen Charakter aufweisen, wobei man sich oft an eine hypothetische Mischung aus Dan Swanös genialem "Moontower"-Album mit dem Mörk-Gryning-Debüt (bei dem Dan bekanntlich auch seine Finger im Spiel hatte) und einem Schuss Stockholm erinnert fühlt.

Will heißen: EYE OF PURGATORY verschmelzen den Primitivismus der Frühphase der Szene (Morbid, Nihilist, Dismember, etc.) mit gehobenen Songwriting-Ansprüchen und narrativen Strukturen, die einem offensichtlichen roten Faden thematischer Art in den Texten geschuldet sind.

Knaller-Tracks enthält die Platte allerdings nicht, obwohl das enorm atmosphärische ´Where Slowly Life Fades´ (frühe Katatonia auf Koks?) knapp heranreicht. Wenn der Rogga also will, kann er immer noch!

FAZIT: Fantasievoller Death Metal, konzipiert nach alten Tugenden und mit einem Maß an Frische ausgestattet, das die Musik nie über Genre-Grenzen treten lässt - EYE OF PURGATORY könnten mit etwas Muße und Ausdauer seitens der Mitglieder durchaus zu einer ernsten Szenegröße reifen, doch dafür hat Monsieur Johansson vermutlich eh keine Zeit. Schade, aber man lässt sich gern eines Besseren belehren.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 1021x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • And From The Fog…
  • The Lighthouse
  • Fornever To Awaken
  • Carved In A Stone Bleeding
  • Pieces Of A Fading World
  • They Silently Await
  • Where Slowly Life Fades
  • Rotting Pathways
  • Rebirther

Besetzung:

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