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Ayu: Double Trouble (Review)
Artist: | Ayu |
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Album: | Double Trouble |
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Medium: | CD/Download | |
Stil: | Indie-Pop |
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Label: | AYU/recordJET | |
Spieldauer: | 15:07 | |
Erschienen: | 07.08.2022 | |
Website: | [Link] |
Wenn die große Krise so angenehm und leichtfüßig-sanft daherkommt wie AYU auf „Double Trouble“ klingt, dann hat die Welt keine Probleme. Eigentlich eine schöne Vorstellung: Kein Ärger, kein Kampf, keine Gedanken darum, wer was für wen warum tun muss, um sein Essen auf den Tisch zu bringen.
Ach, wäre das schön, einfach leben um des Lebens willen.
Diese Idealvorstellung ist aktuell zwar leider noch in weiter Ferne, aber man darf ja träumen. Dazu regen auch die vier Songs dieser EP an.
Leichtfüßig und verspielt startet „Astrophobia“, im Hintergrund erklingen fast soulige Trompeten und doch vermittelt diese warme Stimme nicht nur positive Gefühle. Phasenweise wirkt sie wie hin- und hergerissen zwischen der eigenen Angst zu versagen und dem bewussten Verharren in der eigenen Komfortzone.
Da klingt der Titeltrack regelrecht tiefentspannt. Sowas wie eine 'Scheißegal'-Einstellung macht sich breit. Und doch: Irgendwo ganz weit im Hintergrund sitzt da der Zweifel, das leise Kratzen, das dafür sorgt, dass früher oder später alles und jeder infrage gestellt wird. Ist das die überfröhliche Vorstufe zur Depression?
Gut möglich, wirklich besser wird das auch mit „What If“ nicht. Aber immerhin klingt es hier ein bisschen so, als ob der mögliche eigene Trauersturz wenigstens in Betracht gezogen wird. Auf einer anderen Ebene könnte dieser Song aber auch eine simple Liebesballade sein. So ganz plakativ mit Schmetterlingen im Bauch, Verlustängsten, Selbstmitleid und Co.
FAZIT: AYUs „Double Trouble“ ist ein modern tönendes Stück zeitgenössischer Popmusik. Mal elektronisch verspielt, mal introvertiert und melancholisch. So generisch das wirken mag, es funktioniert hervorragend und entwickelt auch auf emotionaler Ebene eine spürbare Wirkung. Das spricht doch grundlegend für die künstlerische Qualität dieser Schweizerin.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Astrophobia
- Double Trouble
- Confess
- What IF
- Double Trouble (2022) - 10/15 Punkten
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