Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Grossstadtgeflüster: Das Über-Icke (Review)

Artist:

Grossstadtgeflüster

Grossstadtgeflüster: Das Über-Icke
Album:

Das Über-Icke

Medium: LP+CD/Download
Stil:

Electrop-Pop u.v.m.

Label: BMG
Spieldauer: 43:39
Erschienen: 09.02.2024
Website: [Link]

Das Über-Icke“ ist ein ideales Album für diese Zeit. GROSSSTADGEFLÜSTER sind witzig, sarkastisch, klug, mitunter tiefsinnig, können Poesie und Posen, vermeiden Plattheiten und stammen aus Berlin. Weshalb ihr Elektro-Pop mit Spuren aus Hip-Hop, der Energie des Punk, Techno und YELLO auch weltläufige Klänge und Moritaten aus dem Milijöh bereithält: „Wer hat die ganze Welt gesehen… von der Havel bis an die Spree?“

Das Über-Icke“ platzt vor Charme und besitzt mit Jen Bender die perfekte Sängerin, die sowohl als Rotzgöre, verliebte Trunkenheitsfee („Huckepack“), laszive Chanteuse wie coole Kommentatorin überzeugt. Stil und Substanz. Aber auch ihre Partner in Crime Raphael Schalz und Chriz Falk machen instrumental und vokal eine gute Figur. Kein Problem, elektronische Tanzboden-Attacken mit klavier- und gezwitscherlastigen („diverse Vögel“) Balladen („Ein Tag“) zu verbinden, ohne einen Moment lang disparat zu wirken. Es gibt an allen Ecken und Enden etwas zu entdecken, von popkulturellen Zitaten über kleine Gimmicks („piu piu“) und Gemeinheiten, bis hin zu ironischen Verbeugungen vor klassischer Musik.

Ein Album, das Kopf und Bauch befriedigt, hinter lockerem Plauderton philosophische Einsichten verstecken kann und nicht zur plumpen Comedyshow verkommt. Die Musik ist geprägt von Lust, Laune und der Neugier, Grenzen zu überschreiten. Wer ein bisschen Spaß an der Vielfalt der elektronischen Musikerzeugung findet, dürfte mit Vielem auf das „Das Über-Icke“ glücklich werden.

„Matrjoschka“ ist der nachdenkliche, das Zeitgeschehen treffend kommentierende Mittelpunkt des Albums. So viel Spaß das antreibende „Ich kündige“ vermittelt (mit klasse Video und den herzerwärmenden Zeilen: „,Guck, ich zerreiße den Vertrag, schmeiß' die Fetzen in die Luft, wünsche einen schönen Tag, weil ich kündige. Jup! Komm mir nicht mit AGBs, die haben keine Gültigkeit, weil ich die gar nicht les', ey, ich kündige!“) steht dem GROSSSTATTGEFLÜSTER chansonesque Ernsthaftigkeit sehr gut.

Extraordinäre Punkte gibt’s für den „Schweigefuchs“.

FAZIT: Das siebte GROSSSTADTGEFLÜSTER-Album ist wieder die Wucht in Tüten. Zum Tanzen, Liebhaben und genauen Zuhören bestens geeignet. Oder um es mit der Großstadt (ziemlich laut) zu flüstern: „Wenn eine hier auf Techno macht und scheppert bis das Blech zerkracht, dann… Icke!“

Jochen König (Info) (Review 652x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Icke
  • Wenn ich Deine Eltern wär
  • Mein Bier
  • Huckepack
  • Leben am Limit
  • Ich kündige
  • Matrjoschka
  • Anders als ich
  • Verschenktes Potential
  • Raider
  • Heuballen
  • Da lang!?
  • Ketchup
  • Ein Tag

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Welches Tier bellt?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!