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Bleeding Antlers: Songs of Praise (Review)
| Artist: | Bleeding Antlers |
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| Album: | Songs of Praise |
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| Medium: | CD/Download | |
| Stil: | Doom Rock |
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| Label: | Mother’s Ruin Records | |
| Spieldauer: | 33:24 | |
| Erschienen: | 22.08.2026 | |
| Website: | [Link] |
Dass BLEEDING ANTLERS nicht nur klassische Genre-Vorbilder wie CANDLEMASS oder Schwarzromantiker wie TYPE O NEGATIVE verehren, sondern auch im Bereich melancholischer Pop-/Singer-Songwriter Musik Inspiration finden, zeigt das Cover von LANA DEL RAYs „Blue Jeans“.
Besagtes Stück entpuppt sich auch als starker Moment auf „Songs of Praise“, verbindet es doch mehrstimmigen Gesang im melancholischen Stil mit Doom Metal-Schwermut, die gut zur Stimmung passt.
Selbige startet mit „The Devil of Mariazell“ mit schwerem Riffing, dessen knarziger Charakter vom tiefen Timbre des Sängers die erwähnte schwarzromantische Note verpasst bekommt.
Mit „Meet Me in the Woods at Midnight“ wird das Tempo etwas angezogen und es schleicht sich eine unkitschige Gothic-Atmosphäre in die Musik ein, die durchaus im Geistes eines Pete Steele erklingt.
Den Schritt zum Psychedelic Doom vollzieht dann „When the Sun Bursts“. Bei gruftigem Riff-Mief und sonorem Tief-Gesang in den Strophen stößt der Refrain in (fast) lichte Höhen vor und lullt den Hörer in einen leicht psychedelischen Stimm-Nebel, ehe „The Ghost of Oliver Reed“ emotionale Schwere in fast vollständig unverzerrtem Soundgewand präsentiert.
Das Doom-Etikett ist dennoch berechtigt. Nicht nur weil die eine oder andere Tiefe Gesangsnote durch den Emotionskeller wabert, sondern auch weil das Gefühl von Schicksalsergebenheit und pragmatischem Existenzialismus hier immer wieder zuschlägt.
Dieser schmerzhafte, aber befreiende Zustand hält auch in „Fimbulwinter“ an, wobei das angezogene Tempo eine gewisse Trotz-Haltung in die Musik einfließen lässt. Dass sich der Song zu einer melodisch-rauen Dunkelrock-Hymne entwickelt, zeugt dann auch davon, dass BLEEDING ANTLERS durchaus ein Händchen für Spannungsbögen haben.
Gleichzeitig übertreiben es die Engländer nie mit den Spitzen in ihrem Sound und daher verwundert auch der zurückgenommene Abschluss „Crooked Lines“ kaum.
Zwar bleibt die emotionale Schwere bestehen, der Gesang zerrt sogar noch ein Stück stärker an den Nerven, aber die Musik folgt recht eindeutig klassischen Doom-Rock-Mustern und rundet „Songs of Praise“ trotz des unvermittelten Schlussriff treffend ab.
FAZIT: BLEEDING ANTLERS beackern mit „Songs of Praise“ eine interessante Bandbreite innerhalb des Doom-Rock-Speckgürtels. Psychedelische Anflüge finden ebenso ihren Platz wie mit klassischen Mitteln vertonte Schicksalsergebenheit. Gleichzeitig lassen die Musiker eine dunkelromantische Ader zu, die sich in dem ein- oder anderen kitschbetonten Spannungsbogen finden lässt. Insofern dürfte hier für jeden Doom-Verkoster ein Happen dabei sein, wenngleich sich der Erzählstrang des Albums im Ganzen etwas dahinzieht.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- The Devil of Mariazell
- Meet Me in the Woods at Midnight
- Blue Jeans (Lana Del Ray Cover)
- When the Sun Bursts
- The Ghost of Oliver Reed
- Fimbulwinter
- Crooked Lines
- Bass - Prince Ben
- Gesang - Simon Bismark
- Gitarre - Good Luke
- Schlagzeug - Ghost Pete
- Songs of Praise (2026) - 10/15 Punkten
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