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Slavior: Slavior (Review)

Artist:

Slavior

Slavior: Slavior
Album:

Slavior

Medium: CD
Stil:

Heavy Rock und Metal

Label: InsideOut
Spieldauer: 52:06
Erschienen: 2007
Website: [Link]

Es ist noch gar nicht all zu lange her, da konnte man blind bei allen CDs zugreifen, die aus dem Hause InsideOut kamen. Leider sind diese Zeiten längst vorbei und die unglaublich hohen Qualitätsmerkmale vergangener Zeiten sind wohl einem stark quantitativ-marktwirtschaftlich, aber leider immer weniger Musikqualität orientierten Denken gewichen. Und so überraschen mich unter diesem Label immer wieder einige Veröffentlichungen, die insgesamt belanglose Musik beinhalten, aber deren Musiker sich durchaus schon in anderen Bands einen sehr guten Namen gemacht haben. Das musikalische Trio SLAVIOR ist dafür ein sehr gutes Beispiel.

Geistiger Vater von SLAVIOR ist Mark Zonder, der Schlagzeuger von FATES WARNING, der mit Hilfe von MSG-Gitarristen/Keyboarder Wayne Findlay und dem ehemaligen TRIBE OF GYPSIES Sänger Gregg Analla Musik kreieren wollte, deren Basis interessante Schlagzeugstrukturen sein sollten. Das klingt erstmal spannend, ein Schlagzeug als Grundlage, um das man die andere Musik herum konzipiert. Und so kündigt InsideOut diese „spektakuläre neue Band“ gleich als die „erste große Überraschung des Frühjahrs“ an. Vielleicht haben sie bei dieser Ankündigung ja nicht umsonst auf das Adjektiv „positiv“ verzichtet. Dafür darf man als Original-Zitat von Mark Zonder lesen: „…, aber ich sorge dafür, dass alles groovt und sich bestens anfühlt. Wir wollten Slavior nicht zu einer übermäßig komplex agierenden Band werden lassen, sondern sicherstellen, dass man mit dem Fuß wippen und mitsingen kann. It was designed for the masses.“ Schnell noch einmal nachgeschaut – tatsächlich, die CD kommt aus dem komplexen, edel-progressiven Hause InsideOut.

„Musik für die Massen“ ist dieses Album aber garantiert nicht, auch wenn es ohne weiteres den eindeutigen Anspruch erfüllt, nicht „übermäßig komplex“ zu sein. Die ersten drei Titel bieten dem Hörer darum nichts Anderes als heavylastigen Rock, der nicht nur austauschbar klingt, sondern auch durch seine unkomplexe Art und das ewige Gefrickel nervt. Mit „Altar“, endlich ein zurückhaltenderer, etwas an die RED HOT CHILI PEPPERS oder PEARL JAM erinnernder Titel, kommt ein wenig Hoffnung auf einen musikalischen Sinneswandel auf, der jedoch durch „Another Planet“ (laut Zonder „ein ganz spezielles Stück“ – Warum, weiß wohl nur er!) sofort wieder zerstört wird. Wo ist bloß die „hochexplosive künstlerische Mischung der erstklassigen Besetzung, die gängige Genrefesseln sprengt“ (Zitat: InsideOut) geblieben? Ich höre sie einfach nicht, auch nicht bei „Dove“, einem mit Reggae-Rhythmus versehenen Song, mit dem SLAVIOR sogar auf Airplay im Radio hoffen.

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass drei handwerklich gute Musiker, noch lange keine Garantie für wirklich gute Musik sind. Denn es fehlt da noch ein ganz wichtiger Aspekt: nämlich gute Ideen! Dafür darf sich der Hörer dann auf den augenscheinlich letzten Long-Track „freuen“, der knapp 9 Minuten Spielzeit, laut Anzeige am CD-Player, aufweist. Zu früh gefreut, liebe Freunde. Nach 6 Minuten endet der Titel und nach einer Minute Stille setzt ein Hidden-Track ein, der einen an indianische Gesänge mit seltsamen, wie rückwärts gesprochenen Wortschöpfungen erinnert. Ein wahrhaft würdiger Abschluss für dieses Album.

FAZIT: Slavior haben ein dynamisches Album voller Heavy Rock ohne großartige Ideen oder Überraschungen geschaffen, das an seinem eigenen Anspruch, als „music for the masses“ zu gelten, jämmerlich scheitert. „Music For Headbanger“ wäre passender!

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 1672x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 5 von 15 Punkten [?]
5 Punkte
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Tracklist:
  • Origin
  • Shatter
  • Swept Away
  • Altar
  • Another Planet
  • Deeper
  • Dove
  • Slavior
  • Give It Up
  • Red Road

Besetzung:

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