Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Eisregen: Schlangensonne (Review)

Artist:

Eisregen

Eisregen: Schlangensonne
Album:

Schlangensonne

Medium: CD
Stil:

Dark Metal

Label: Massacre Records
Spieldauer: 52:36
Erschienen: 30.04.2010
Website: [Link]

Nachdem eigentlich EISREGEN ihr letztes Album „Knochenkult“ als letztes der Karriere angekündigt hatten, überraschen die Thüringer Schwarzhumoristen aktuell mit einem neuen Werk. Kein Aprilscherz, der ab letzten Monat in den CD-Regalen und Mailordern feilgeboten wurde.

Trotz klarer musikalischer Nische, die EISREGEN klar ausmacht und für welche man sie zu schätzen weiß, bestand gerade bei den letzten Alben das Problem, dass zu viele belanglose Songs den Weg auf die Veröffentlichungen fanden. Neben ein, zwei Hits, die es auf jeder Platte gab, gab man zu oft Durchschnitt zum Besten, der sich sehr schnell abnutzte und nicht mehr als müdes Lächeln hervorrief.

Die Gefahr der Abnutzung besteht bei „Schlangensonne“ ohne Frage auch, aber diesmal haben EISREGEN einen recht hohen Anspruch an sich gestellt – musikalisch wohl gemeint, denn textliche Geschmacklosigkeiten gibt es erneut ohne Ende. Was auf „Schlangensonne“ gleich positiv auffällt, ist, dass es keine Totalausfälle gibt und der Großteil der Songs musikalisch und auch lyrisch durchweg überzeugen kann. Thematisch tobt sich Blutkehle Roth zwar wieder auf vielen ausgelutschten Pfaden aus, präsentiert das Ganze aber sehr unterhaltsam. Neben Hymnen über Kinderfresser ('N8Verzehr'), Grenzerfahrungen während des Krieges ('Auf ewig Ostfront') und den üblichen einfachen, selbst-zerstörerischen Perversionen ('Blute aus'), gibt es wieder eine fiese Liebeshymne ('Zauberelefant') und mit 'Kai aus der Kiste' ein fast sozialkritisch angehauchtes Geschichtchen über ein unerwünschtes Kind. Ein buntes Spektrum von Absurditäten und Grausamkeiten also, wie man es von dieser Band erwartet.

FAZIT: EISREGEN haben nach vielen mittelmäßigen Alben endlich mal wieder eine Platte aufgenommen, die im Gesamtbild überzeugen kann. Es sollte jedem klar sein, dass die Band genau das macht, was sie bereits seit Jahren veranstaltet – diesmal jedoch auf gehobenem Level. Fans können blind zugreifen und auch jedem anderen, der auf unterhaltsame deutschsprachige Absurditäten Bock hat, sei angeraten einmal reinzuhören.

Oliver Schreyer (Info) (Review 4968x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • N8Verzehr
  • Blute aus
  • Auf ewig Ostfront
  • Ernte den Untergang
  • Zauberelefant
  • Kai aus der Kiste
  • Tod senkt sich herab
  • Linkshänder
  • Das Allerschlimmste
  • Schlangensonne

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Was legt ein Huhn?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!