Partner
Services
Statistiken
Wir
Bedemon: Symphony Of Shadows (Review)
Artist: | Bedemon |
|
Album: | Symphony Of Shadows |
|
Medium: | CD | |
Stil: | Doom |
|
Label: | Svart Records | |
Spieldauer: | 58:52 | |
Erschienen: | 24.08.2012 | |
Website: | [Link] |
BEDEMON wurden bereits 1973 aus der Taufe gehoben, damals mehr oder weniger als Ableger der Doom-Pioniere PENTAGRAM, die ja immer noch in wechselnden Besetzungen aktiv sind. Deren Sänger Bobby Liebling war in der frühen Schaffensphase der Band hier tätig und verpasste ihr den Namen, der aus „Bewitched“ und eben „Demon“ zusammengesetzt wurde. Über ein paar Demos kam man nie hinaus und beendete das Projekt 1986. 16 Jahre später kam es zur Reanimation, die wohl von einem begeisterten Journalisten angestoßen wurde. Im Prinzip wurde damals „Symphony Of Shadows“ aufgenommen, wegen eines tragischen tödlichen Autounfalls des Gitarristen Randy Palmer aber nie vollendet. Erst jetzt haben die verbliebenen Bandmitglieder das Album abgeschlossen und liefern keinen respektablen Job, sondern eine Herzensangelegenheit ab.
BEDEMON ist klassischer Doom, langsam und leidend. Die Einflüsse liegen auf der Hand, PENTAGRAM, CANDLEMASS und BLACK SABBATH können ohne große Überraschung genannt werden. Dabei stechen vor allen Dingen zwei Details hervor: Der klare Gesang Craig Junghandels, der zwischen Sprechgesang und bekannten Doom-Phrasierungen pendelt, Ozzy am Rande zitiert und bis ins psychedelisch Verhallte abdriftet, und das phantastische Gitarrenspiel Randy Palmers, der weit mehr kann als exzellentes heavy Doom-Riffing. Er besticht durchgehend durch feinfühliges fließendes Spiel und gefühlvolle getragene Soli, die die oft düsteren Textpassagen eindrücklich unterstreichen.
Dabei ist „Symphony Of Shadows“ recht abwechslungsreich geworden. Heavy Rocker wechseln sich mit altem Doom ab, psychedelische Ausflüge werden unternommen und manchmal einfach hart gerockt. BEDEMON kann man ganz sicher nicht vorwerfen auf den rasenden Okkult-Zug aufspringen zu wollen, immerhin würden sie wenn zu den Originalen gehören, außerdem ist die Band textlich eher in deprimierten und suizidalen Lebensphasen verankert. Und das macht BEDEMON in gewisser Weise trotz ersten und letzten Longplayers in dieser Besetzung zu einer großartigen Entdeckung und „Symphony Of Shadows“ beinahe zu einem zeitlosen Klassiker, der viel zu spät einem großen Gitarristen Respekt zollt.
FAZIT: Klassischer Doom, Heavy Rock, Depressionen und Gefühl ohne Ende. Großes Album.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Saviour
- Lord Of Desolation
- Son Of Darkness
- The Plague
- D.E.D.
- Kill You Now
- Godless
- Hopeless
- Eternally Unhuman
- Bass - Mike Matthews
- Gesang - Craig Junghandel
- Gitarre - Randy Palmer
- Schlagzeug - Geoff O'Keefe
- Symphony Of Shadows (2012) - 12/15 Punkten
-
keine Interviews