Partner
Services
Statistiken
Wir
Les Discréts: Ariettes oubliées (Review)
Artist: | Les Discréts |
|
Album: | Ariettes oubliées |
|
Medium: | CD | |
Stil: | Black Metal/Post Rock/Folk |
|
Label: | Prophecy Productions | |
Spieldauer: | 42:46 | |
Erschienen: | 20.02.2012 | |
Website: | [Link] |
Das Debüt „Septembre et ses dernières pensées" wusste durch einen frischen, originellen und vereinnahmenden Sound zu überraschen, und alles wäre so schön gewesen, wenn Bandkopf Teyssier, der auch bei ALCEST und AMESŒURS altiv ist, kompositorisch häufiger aus seinem 6/8-Takt-Korsett ausgebrochen wäre.
Als hätte er heimlich bei uns mein Review zum Erstling gelesen und sich die Kritik zu Herzen genommen, ist „Ariettes oubliées“ hinsichtlich der songschreiberischen Qualität ein riesiger Entwicklungssprung. Endlich zeigen LES DISCRÉTS auch in dieser Disziplin, wie viele Facetten ihr Sound, eine warmkalte Melange aus Black Metal, Shoegaze, Progressive Rock, Psychedelic, Doom, Post Rock, sakral anmutenden Gesängen und Folk, haben kann, vor allem aber auch, wie viel Tiefgang die sich Zeit nehmenden Songs besitzen können.
Jedes Stück birgt seine eigene Schönheit in sich, eine befremdliche und dennoch heimelige Gefühlsmischung aus Freude, Trauer, Melancholie und Aufgekratztheit schwebt wie eine unsichtbare Aura um die Songs herum, und es fällt unheimlich schwer, sich den Klangschwällen zu entziehen. Die Exotik, die die französischen Texte in den Bandsound bringen, umhüllt die LES DISCRÉTS-Tonkunst mit einem Gewand, das Edelheit und herausfordernde Fremde symbolisiert - und dieser Sog der Faszination ist aus jedem Aspekt die treibende Kraft.
FAZIT: Die erhoffte Verbesserung und somit Ausmerzung der seinerzeit doch noch gravierenden Kritikpunkte ist eingetreten, und das in einem Ausmaß, das verblüfft.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Linceul d'hiver
- La Traversée
- Le Mouvement perpétuel
- Ariettes oubliées I: Je devine à travers un murmure...
- La nuit muette
- Au Creux de l'hiver
- Après l' Ombre
- Les Regrets
- Bass - Fursy Teyssier
- Gesang - Fursy Teyssier, Audrey Hadorn
- Gitarre - Fursy Teyssier
- Keys - Fursy Teyssier
- Schlagzeug - Winterhalter
- Septembre Et Ses Dernières Pensées (2010) - 8/15 Punkten
- Ariettes oubliées (2012) - 12/15 Punkten
- Live At Roadburn (2015)
- Prédateurs (2017) - 13/15 Punkten
-
keine Interviews