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Ozric Tentacles: Technicians Of The Sacred (Review)

Artist:

Ozric Tentacles

Ozric Tentacles: Technicians Of The Sacred
Album:

Technicians Of The Sacred

Medium: CD
Stil:

Masters Of Space Bubbles

Label: Madfish Music/Edel
Spieldauer: 45:24 + 43:54
Erschienen: 22.05.2015
Website: [Link]

An den OZRIC TENTACLES scheiden sich von Beginn an die musikalischen Geister. Für die einen ist die Musik des wechselfreudigen Kollektivs um Mastermind Ed Wynne höhepunktloses Weltraum-Geblubber, für die anderen ein hypnotischer Trance-Trip in die Welt eines vielfarbigen Geistes. Dann gibt es noch Spezialisten, die irgendwo dazwischen hängen wie der Rezensent des Musik Express, dessen Kritik zum aktuellen Doppeldecker zunächst wohlwollend scheint, um sich im letzten Satz als Verriss zu outen, der dem intendierten ME-Leser (pauschal „Durchschnittskonsument“ genannt) das Album als „todlangweilig“ abempfiehlt. Gut, dass wir nicht zur Zielgruppe gehören.

Technicians Of The Sacred” ist das zwanzigste Studio-Album der TENTACLES (Kassetten mitgerechnet), es könnte aber auch das fünfhundertste sein. Genauso wie es egal ist, ob thematisch, wie im beiliegenden Infoblatt behauptet, Maya-Sternenkunde abgehandelt wird und ihre Beziehung zu „Galactic Activation Portals“, durch die Botschaften der Liebe in die Welt gechannelt werden oder ob die Biene Maja auf einem bekifften Meerschweinchen durch einen Basar der Scheibenwelt galoppiert.

Es gibt die übliche Melange aus Psychedelic, pulsierenden Ambient-Sounds, ein bisschen Prog-, ein wenig Space-Rock, besonders auf der zweiten CD durch ein bisschen Orientalistik aufgepeppt. Mit Balázs Szende ist ein neuer und lebendiger Drummer an Bord, was dem Sound gut tut, ebenso, dass die Gitarre ein wenig mehr zu tun bekommt, und zumindest halbakustische Klänge kurz bemüht werden. Wie gehabt ist die Musik näher bei STEVE HILLAGE in den ausgehenden Siebzigern, als dem treibenden Space-And-Beyond-Rock HAWKWINDS.

Leider wurde wieder auf Flötentöne verzichtet, flirrende und sirrende Klänge werden von Synthesizern erzeugt, es kommt zwar eine Saz zum Einsatz, aber stilprägend ist das nicht. Die erste CD ist das etwas gemächlichere Treiben in sphärischen Spiralnebeln, während die zweite bei Tempo und Abwechslungsreichtum der Sounds etwas anzieht. Trotzdem ist das kein explosiver Flug durch Raum und Zeit (meinetwegen auch durch galaktische Portale), sondern ein Trance-World-Express, der sich nach der Muße des Reisens mit Dampflokomotiven sehnt. Muss jeder selbst entscheiden, ob er das hypnotisch und geeignet für die Repeat-Taste oder einlullend bis zum Ausschalten hält. Da es hier keine Durchschnittkonsumenten gibt, wird zum Ersten tendiert.

FAZIT: Wo OZRIC TENTACLES draufsteht ist auch OZRIC TENTACLES drin. Wer die Band mag, wird rund neunzig Minuten „Technicians Of The Sacred“ zu goutieren wissen, sich an kleinen Abweichungen beziehungsweise Verlagerungen gegenüber früheren Alben erfreuen und dem sauber klingenden Werk einen Platz im oberen Mittelfeld der Diskographie einräumen. Wer die OZRICS nicht schätzt, kann sich ja den Musik Express kaufen und „Rubbing Shoulders With The Absolute“ versuchen. Zingbong!

Jochen König (Info) (Review 2680x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • CD1:
  • The High Pass
  • Butterfly
  • Far Memory
  • Changa Masala
  • Zingbong
  • Switchback
  • CD2:
  • Epiphlioy
  • The Unusual Village
  • Smiling Potion
  • Rubbing Shoulders With The Absolute
  • Zenlike Creature

Besetzung:

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