Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Stoney LaRue: Aviator (Review)

Artist:

Stoney LaRue

Stoney LaRue: Aviator
Album:

Aviator

Medium: CD/Download
Stil:

Country-Folk-Pop

Label: Blue Rose Records / Edel
Spieldauer: 55:13
Erschienen: 23.01.2015
Website: [Link]

Spricht es nun für oder gegen ein Label und einen Musiker, wenn man feststellt, dass „Aviator“ von STONEY LARUE eine ganz typische „Blue Rose“-Veröffentlichung ist?

Im Falle des aktuellen LaRue-Albums wohl doch eher dagegen. Denn die alt bekannten Zutaten - Country gepaart mit etwas poppigen Melodien, die schnell im Nirvana der Belanglosigkeit untergehen, und eine Stimme, die typisch nach irgendeinem Cowboy-Hut-Träger klingt, auch wenn der Sänger auf dem Cover ein Totenkopf-gepunktetes, schwarzes Kopftuch trägt, machen „Aviator“ aus, ohne nach einem Flieger, sondern höchstens nach einem behäbig trabenden Reiter zu klingen. Viel Pedal-Steel und flotte Country-Melodien lassen uns nicht etwa wie einen „Aviator“ (Flieger) abheben, sondern passen gut darauf auf, dass wir countrymusikalisch nie die Bodenhaftung verlieren.

Auch böse Ausrutscher machen sich breit, wie beispielsweise „Till I‘m Moving On“, das mehr nach Schunkel-Mucke als nach feurigen Flügelschlägen klingt. Das Feurigste ist, wenn überhaupt, die Fiddle, welche solchen Songs wie „Spitfire“ wirklich etwas Feuer verleiht und die verschnarchte Country-Atmosphäre zerstört, welche dann aber ganz schnell wieder durch solche trägen Balladen, wie „Still Runnin‘“, die gewohnte Lagerfeuer-Atmosphäre verbreitet. Vieles von „Aviator“ klingt nach den EAGLES, die eben neben ihrem Superhit „Hotel California“ auch eine Unmenge belangloser Pop-Balladen fabrizierten. Genau diese scheint STONEY LARUE fortsetzen zu wollen.

Ein Album, das klingt wie ein Trab auf einem altersschwachen Pferd - immer dem Sonnenuntergang entgegen und in der sehnsuchtsvollen Erinnerung, an eine Zeit, in der man noch locker der Sonne entgegengaloppieren konnte.

Höhepunkt ist dann tatsächlich der letzte (Bonus-)Track, in dem es mal so richtig rockt. Warum, verdammt noch mal, gibt‘s nicht mehr Songs auf „Aviator“ wie diesen psychedelisch angehauchten „Studio A Trouble Time Jam“?

FAZIT: Gepflegte Country-Langeweile, deren Höhepunkte nicht in dem Album als solchem, sondern in den Bonus-Tracks liegt!

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 1333x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • One Day Only
  • Golden Shackles
  • Til I‘m Moving On
  • Aviator
  • First One To Know
  • Blending Colors
  • Spitfire
  • Still Runnin‘
  • A Little Too Long
  • It‘s Too Soon
  • Million Dollar Blues
  • Dark Side Of The Line
  • Natural High (for Merle Haggard) - Bonus Track
  • Studio A Trouble Time Jam - Bonus Track

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Schreibe 'Lager' rückwärts

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!