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BlackRain: Released (Review)
Artist: | BlackRain |
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Album: | Released |
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Medium: | CD/Download | |
Stil: | Hard Rock |
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Label: | UDR | |
Spieldauer: | 52:50 | |
Erschienen: | 18.03.2016 | |
Website: | [Link] |
Was erwarten Labels und Promoter, wenn sie ihre Schützlinge gleich mit dem ersten Satz als Covertruppe von AC/DC bezeichnen? So geschehen mit den Franzosen BLACKRAIN, die seit zehn Jahren existieren und ihr Dasein vorwiegend mit Live-Konzerten verbracht haben, was man "Released auch anhört.
Die Kompositionen sind alle Gig-tauglich und im weiten Melodic-Rock-Feld anzusiedeln, wobei der Gruppe auch ein gewisses Glam-Flair anhaftet. Auf Plüsch verzichtet sie aber zum Glück, und der Vergleich mit den übermächtigen Australiern erweist sich letztlich auch als zu kurz gegriffen. Falls überhaupt, gemahnen BLACKRAIN an die eher glatte Phase der Youngs ("The Razor's Edge"), doch allein schon Frontmann Swan schließt also starke Assoziationen aus. Seine Stimme ist eher auf amerikanische oder skandinavische Hardrock-Truppen geeicht und keinesfalls ein Reibeisen.
Die Rhythmusgruppe tut sich durch ein dynamisches und mitunter sehr dichtes Spiel hervor: Matthieu und Frank zimmern Soundlöcher zu ("Killing Me"), ohne dass "Released" überladen klänge. Die Drums könnten natürlicher klingen, passen aber andererseits auch zu den pompösen Keyboard-Passagen hier und dort, die nach den Arenen der 1980er schielen. Dass Jack Douglas (u.a. AEROSMITH, CHEAP TRICK) die Band produzierte, lässt sich nicht verhehlen.
Als Anspieltipps für all jene, die nicht genug von der ewig gleichen, aber eben bewährten Kommerzrock-Formel bekommen können, seien der gute-Laune-Rocker "Puppet On A String", das treibende "For Your Love" und die AOR-Ballade "One Last Prayer" genannt. There you go ...
FAZIT: Melodic Rock mit einstweiligem Arschtritt-Faktor aus Frankreich - mit BLACKRAIN tut sich der Freund solcher Klänge keine Schande, nicht mehr und nicht weniger. Produktion, Songwriting und Performance werden Major-Ansprüchen (jedenfalls jenen der 80er) samt und sonders gerecht, ohne dass auch nur einer der beteiligten Musiker etwas Revolutionäres wagen würde.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Back In Town
- Mind Control
- Killing Me
- Run Tiger Run
- Puppet On A String
- Words Ain't Enough 07. Eat You Alive
- Home
- For Your Love
- Fade To Black
- Electric Blue
- Rock My Funeral
- One Last Prayer
- Bass - Matthieu de la Roche
- Gesang - Swan
- Gitarre - Swan, Max 2
- Schlagzeug - Frank F
- Released (2016) - 9/15 Punkten
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