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Isildurs Bane & Steve Hogarth: Colours Not Found In Nature (Review)
Artist: | Isildurs Bane & Steve Hogarth |
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Album: | Colours Not Found In Nature |
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Medium: | CD | |
Stil: | Naturverbundener Progressive- und Chamber-Rock |
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Label: | Ataraxia / Just For Kicks | |
Spieldauer: | 41:21 | |
Erschienen: | 28.04.2017 | |
Website: | [Link] |
Da wird doch glattweg der Hund in der Pfanne verrückt und der Elefant tanzt auf dem Drahtseil, damit er sich dann erschöpft auf dem Ast eines toten Baumes zur Ruhe setzen kann, um nach den verschwundenen Farben in der Natur zu suchen...
ISILDURS BANE – Ja genau die! Die Prog-Rock-Pioniere Schwedens! - sind zurück!
Schon das kommt einem Wunder gleich!
Doch das Wunder wird noch größer. Riesengroß!
Denn wen bringen sie mit und platzieren ihn vor ihrem Mikrofon?
Keinen Geringeren als den Sänger von MARILLION – kurz „h“, lang STEVE HOGARTH genannt!
Es geschehen selbst im Progressive Rock noch Zeichen und Wunder – und „Colours Not Found In Nature“ ist ein dickes (Ausrufe-)Zeichen und Wunder(bar)!
Aber das Album ist zugleich noch etwas, was so einige Proggies wahrscheinlich stark verunsichern wird: es setzt ein Zeichen, es mischt sich ein, es verbreitet eine Botschaft, es bekennt Farbe und ist zugleich gerade von seiner textlichen Intention immens wichtig, denn der Hintergrund von „Colours Not Found In Nature“ bezieht sich direkt auf den internationalen Tierschutzbund WWF (WorldWildeLife) und ihre Forderung: „Stop Wildlife Crime!“
So trauern wir mit dem Elefanten des hervorragend gestalteten Digipaks und den Texten von STEVE HOGARTH sowie den Kompositionen von ISILDURS BANE.
„Colours Not Found In Nature“ klingt sehr traurig, nachdenklich und nur selten sang ein h bewusst dermaßen zerbrechlich, mitunter weinerlich – denn die meist bedrückenden Themen seiner Texte lassen keine andere Interpretation zu. Und definitiv noch nie klang Hogarth bedrückender bei seinem Gesang als beim Refrain von „Peripheral Vision“:
I thought I saw
Something run through this house
Through the walls without slowing down
Flew across the room
In my peripheral vision
Unter seiner Facebook-Seite schreibt Hogarth mit einem gewissen Stolz auch über das Zustandekommen des Kontaktes (über RICHARD BARBIERI) zwischen ihm und ISILDURS BANE, die er als eine „ursprünglich progressiv-experimentelle Rock-Band“ bezeichnet, welche sich im Jahr 1976 gründete und nun „im Laufe der Jahre zu einem kompletten Mini-Orchester entwickelt und erweitert“ hat: „Ich wurde von meinem Kumpel Richard Barbieri mit ISILDURS BANE bekannt gemacht und zu ihrer leuchtenden Liste von Mitarbeitern, wie DAVID TORN, TONY LEVIN, DAVID RHODES oder PAT MASTELOTTO, hinzugefügt. Ich schrieb alle Texte und sang die Lead Vocals, während das ISILDURS BANE-‘Orchester‘ komponiert und die Musik gespielt hat.“
Damit schlagen ISILDURS BANE und STEVE HOGHARTH gleich mindestens vier Fliegen mit einer Klappe:
*Musik-Fliege 1: musikalisch klingt das Album eindeutig nach ISILDURS BANE – zwischen Klassischem über Prog bis hin zu ZAPPAeskem;
*Musik-Fliege 2: der ausgiebige, umfangreiche h-Gesang stellt immer wieder Parallelen zu MARILLION her;
*Musik-Fliege 3: die Texte sind tiefgründig, oft bedrückend und zugleich lyrisch großartig und verfolgen dabei zugleich den Zweck, für eine verdammt gute Sache – nämlich den Naturschutz – einzutreten;
*Musik-Fliege 4: sogar die Gestaltung des Albums gehört mit zu dem Einfallsreichsten was so aus der Prog-Ecke optisch geboten werden kann, auch wenn statt Roger-Dean-Comic-Art auf Foto-Montagen gesetzt wurde!
FAZIT: „Progressive Wunder gibt es immer wieder!“ - in dem Falle sind es gleich zwei! ISILDURS BANE, die schwedischen Prog-Rock-Pioniere sind nach jahrelanger CD-Abstinenz zurück und bringen als Texter und Sänger gleich den MARILLION-“h“ mit. Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist „Colours Not Found In Nature“ - ein großartiges Album!
PS: Und wo das Album von Freunden guten Progrocks gekauft wird, ist ja eigentlich klar, genau hier mit einem Klick und nicht bei...
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Ice Pop
- The Random Fires
- Peripheral Vision
- The Love And The Affair
- Diamond And Amnesia
- Incandescent
- Bass - Axel Croné, Pieter Lenaerts
- Gesang - Steve Hogarth, Pete Trewavas
- Gitarre - Samuel Hällkvist, Christian Saggese
- Keys - Katrine Amsler, Mats Johansson
- Schlagzeug - Kjell Severinsson, Xerxes Andrén, Klas Assarsson
- Sonstige - Luca Calabrese (Trompete), Axel Croné (Klarinetten, Saxofone, Flöten, Streicher-Arrangements), Klas Assarsson (Vibraphone, Marimba), Liesbeth Lambrecht (Violine, Bratsche), John Anderberg (Chorgesang), Anneli Nilsson (Backing Vocals)
- Colours Not Found In Nature (2017) - 13/15 Punkten
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