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Don Ender: Southwards (Review)

Artist:

Don Ender

Don Ender: Southwards
Album:

Southwards

Medium: CD/Download
Stil:

Americana, Blues- und Southern-Rock

Label: Grand Cru Records / In-Akustik / Eigenvertrieb
Spieldauer: 40:10
Erschienen: 15.11.2019
Website: [Link]

„'Southwards' hat mich zu den Wurzeln meiner DNA geführt!“
(Don Ender)

Southwards“ – der Albumtitel des musikalisch weltreisenden Mannheimer Gitarristen, Sängers und Songwriters mit der einerseits puren Blues-Röhre und andererseits der Stimme eines Reibeisens, die durchaus auch fragile Töne von sich geben kann, verrät schon alles. DON ENDER ist auf dem Weg in Richtung Süden, wo die musikalische Seele aus Blues und Americana und Wüsten-Rock wohnt. Seine Musik ist keinesfalls in den derzeit immer kälter werdenden Gefilden Deutschlands verortet, sondern inmitten der flirrenden, whiskeytrunkenen Südstaaten-Hitze. Eine verdammt lange Reise, auch wenn sie musikalisch mit „Southwards“ nur 40 Minuten dauert. Doch es kann einem warm dabei ums Herz werden, wenn man noch immer den Blues in sich trägt und sich trotz eines Trump(eltiers) das Americana-Gefühl zwischen Nashville, Memphis und Orleans sowie einem guten Glas Bourbon Whiskey zu schätzen bewahrt hat.

Southwards“ ist der Soundtrack für eine Reise, die mal rockt, aber auch gerne im Midtempo ihre verwegenen Bahnen zieht oder erhabene Ruhe und akustische Lagerfeuer-Schönheit versprüht, und dabei nie die Americana-, Blues- und Southern-Rock-Wurzeln verlässt oder gar auszureißen versucht. Immer der Sonne entgegen, egal ob staubtrocken oder gewitterregnend, während die Texte sich um die große Freiheit, (noch) unerfüllte Sehnsüchte, schwere Verluste und dem ewig andauernden Thema auf der Suche nach der großen Liebe und dem Ort, an dem man irgendwann mal endgültig ankommt, drehen.

Die Southward-Musik-Reise beginnt mit rockigen Riffs in „Stranded“, die sich später im hardrockigen „Nick Of Time“ fortsetzen, und feuert frontal auf die Trommelfelle ein, um sich kurze Zeit später mehr den ruhigen Blues-Tönen zuzuwenden, um gefühlt mit den ALLMAN BROTHERS oder WARREN HAYNES einen gemeinsamen Ausflug zurück zu den Seventies zu unternehmen. Viel Akustisches – und immer wieder die Slidegitarre – geben hier den Ton vor, selbst wenn aus der Ferne sich schon der nächste gewittrig-donnernde Kracher ankündigt, der dann vielleicht von einem akustischen Sommerregen hinweggespült wird.

Natürlich erfindet DON ENDER das Southern-Roots-Rock-Rad nicht neu, sondern setzt wie viel gute Musiker zuvor, die Tradition nur fort, hält es am Laufen und versucht dabei alle Seiten auszureizen. Der Produzent und zugleich musikalische Begleiter Timo Gross, der bereits den Preis der Deutschen Schallplattenkritik erhielt und für mehrere German Blues Awards nominiert wurde, findet dafür genau die richtigen Worte: „Gefühl und Intensität stehen bei DON ENDER an erster Stelle. Wir haben ein atmosphärisch dichtes Album mit einer beträchtlichen musikalischen Bandbreite geschaffen.“

FAZIT: Inspiriert von einer langen Reise durch die Südstaaten der USA entstanden die zwischen furztrocken und feurig rockenden Americana-Blues-Songs von „Southwards“, dem Debüt von DON ENDER. Und egal, ob der singende, textende und komponierende Gitarrist nun aus Mannheim kommt, sein urwüchsiges Album weckt genau das amerikanische Lebensgefühl, welches man verspürt, wenn man auf der Route 66 mal rasend schnell und dann wieder verhalten-träumerisch dem Sonnenuntergang entgegensteuert.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 610x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Stranded
  • Miss You So Bad
  • Something‘s Got A Hold On Me
  • Nothing‘s Gonna Be The Same
  • Bad Boy
  • Trouble
  • Nick Of Time
  • Shackles On My Soul
  • Always By Your Side
  • Coming Home

Besetzung:

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